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Bozen: Stadträtin Maria Chiara Pasquali zu Fünftage-Woche und Zeitpolitik
Bozen - Die Diskussion um die Fünftage-Woche erfordert einige Überlegungen zur Zeitpolitik, einem Thema, mit welchem sich die Stadt Bozen seit Jahren befasst. Italienweit zählte Bozen zu den ersten Städten zählte, die sich mit Zeitpolitik beschäftigten. Bozen hat diese Thematik auch in den deutschen Sprachraum exportiert.
Stadträtin Maria Chiara Pasquali erinnert daran, dass sich Bozen als eine der ersten Städte im Rahmen des zeitpolitischen Projekts "Die Stadt der Schüler am Morgen" mit der komplexen Thematik der Koordinierung der Schuleintrittszeiten beschäftigt hat, einer Thematik, welche ihre Auswirkungen weit über die Schule hinaus zeitigt, wie z.B. im Bereich Mobilität.
"Es steht außer Zweifel", so Pasquali, "dass jede Änderung nach Möglichkeit von allen Interessengruppen mitgetragen werden sollte. Die Schuleintrittszeiten haben Auswirkungen auf das komplexe Organisationsmodell Stadt, angefangen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Räumlichkeiten bis zum Vereinsleben".
"Ziel muss eine Verbesserung der Gesamtlage im Sinne aller sein", so die Stadträtin. In Bozen verursache beispielsweise die Tatsache, dass es 35 Oberschulen mit 12.000 SchülerInnen gibt, die zu 60 Prozent von auswärts kommen, nicht unerhebliche Schwierigkeiten im Bereich Mobilität.
Die unterschiedlichen Schulstufen müssten in diesem Zusammenahng getrennt in Betracht gezogen werden. "Wer eine Grund- oder Mittelschule besucht, hat andere Bedürfnisse als OberschülerInnen." Deshalb müsse man auch bei den Maßnahmen differenzieren. "Außerdem soll das grundlegende Ziel, die Lebensqualität für alle zu verbessern, nicht aus den Augen verloren werden", ein Ziel, das die Stadt Bozen in ihrer Zeitpolitik immer verfolgt habe.
"Jede Stundenplanänderung, vor allem an Oberschulen, zieht auch die Notwendigkeit nach sich, Lösungen für die Mittagspause zu finden, wie dies die Stadt bereits mit Pippo.Food in der Nähe der Oberschulen der Cadorna-Straße gemacht hat", so Pasquali.
In den Leitlinien für eine landesweite Zeitpolitik, welche die Stadt letzthin der Landesregierung zur Ausarbeitung eines Gesetzes übermittelt hat, gebe es zahlreiche Hinweise auf diese Gesichtspunkte.
Aufgrund der Erhebungen, welche die Stadt in diesem Bereich vor Ort durchgeführt hat, ergibt sich, dass es besser ist, mit kleinen Abänderungen die Schuleintritts- und Austrittszeiten zu diversifizieren. Einheitlichkeit sollte eher im Schukalender gesucht werden.
Von: mk



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