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Lega Nord unterstützt die Errichtung einer Medical School
Bozen - Weil es in Südtirol zu einem akuten Ärztemangel kommen könnte, unterstützt die Lega Nord in Bozen das Vorhaben des Landes, eine eigene Medical School einzuführen. Dies betont das Bozner Gemeinderatsmitglied und der Sprecher der Lega Nord, Claudio Degasperi, in einer Aussendung.
Südtirol sei eine zweisprachige Realität, wo auch Ärzte die beiden Landessprachen Deutsch und Italienisch beherrschen müssten. Die Lega Nord appelliert daher an das Land, der Errichtung einer Medical School oberste Priorität einzuräumen. Das Land brauche innerhalb eines bestimmten Zeitraumes neue Ärzte, um jene zu ersetzen, die aus Altersgründen Pension gehen.
Wer in Südtirol Medizin studieren will, muss in benachbarte Regionen ausweichen. In Italien liegt die nächste medizinische Fakultät im Veneto, wo es pro Semester nur 500 Plätze für Neuinskribierte gibt, welche die Bedingungen des Numerus Clausus erfüllen müssen. In Innsbruck sei zwar eine gewisse Anzahl an Studienplätzen für Südtiroler reserviert, diese seien jedoch der deutschen Sprachgruppe vorbehalten.
Die Freie Universität in Bozen sei die einzige dreisprachige Universität in Italien. Auch der Vize-EU-Kommissar Gianfranco Tanjani habe das Modell gelobt. Eine Medical School in Südtirol sei die erste mehrsprachige Ausbildungsmöglichkeit für angehende Ärzte in Südtirol, die den Absolventen anschließend sichere Arbeitsmöglichkeiten bieten würde.
Allerdings gebe es noch bürokratische Hürden zu überwinden. Trotzdem sollten die Bemühungen des Landes unterstützt werden, die Medical School in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten in Italien und in Europa zu errichten.
Von: mk



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