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28.10.2011 10:57 Artikel drucken

Österreichische Polizeibeamte bei der Quästur Bozen zu Gast

stnews

Austausch von Informationen
Foto: stnews

Bozen - Mit dem Ziel der Förderung und Intensivierung der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit zwischen der italienischen Staatspolizei in Südtirol und dem Landespolizeikommando für Tirol, waren zwei höhere Polizeibeamte im Rahmen einer Hospitation für zwei Wochen zu Gast bei der Quästur Bozen, um einerseits die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Fremdenpolizei, Schlepperwesen, Prostitution und Menschenhandel, Verschiebung von Kraftfahrzeugen, Dokumentenfälschung sowie der Bekämpfung der Suchmittelkriminalität zu verbessern und um andererseits die hiesigen Polizeistrukturen, deren Aufbau, die Schwerpunktsetzung der täglichen Polizeiarbeit, die Polizeiorganisation und die Einsatztechniken der Kollegen besser kennen zu lernen.

Als Rechtsgrundlage der Zusammenarbeit auf regionaler Ebene besteht eine Vereinbarung zwischen der Österreichischen Bundesregierung und der Regierung der Italienischen Republik über die polizeiliche Zusammenarbeit, die eben auch den Austausch von Beamten vorsieht.

Im Sinne dieser Vereinbarung und in Anwendung des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen gelten als Grenzgebiete für die italienische Republik die Gebiete der Provinzen Bozen, Belluno und Udine. In den Grenzgebieten der beiden Vertragsparteien wirken die jeweiligen Verbindungsstellen zusammen. Die hiesige zuständige Behörde ist die Quästur Bozen.

Zum Zwecke der Wahrung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit sowie der Vorbeugung und Bekämpfung von strafbaren Handlungen arbeiten die Verbindungsstellen in den Grenzgebieten unmittelbar zusammen, tauschen gegenseitig Informationen aus und gewähren einander die notwendige Unterstützung. Die Verbindungsstellen wenden darüber hinaus auch die Verfahren und gemeinsamen Einsatzpläne der genannten Vereinbarungen an.
Bei den beiden österreichischen Polizisten handelt es ich um Polizeibeamte mit einer jahrelangen Erfahrung im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung, die beim Landespolizeikommando Tirol mit Sitz in Innsbruck und beim Stadtpolizeikommando in Innsbruck ihren Dienst versehen.

Die Innsbrucker Beamten haben während dem zweiwöchigen Aufenthalt in der Quästur Bozen außer allen internen Abteilungen und Spezialeinheiten, auch das Polizeikommissariat von Meran, die hiesige Oberlandesstelle der Verkehrspolizei, die Bozner Gemeindepolizei und die Gerichtspolizei beim hiesigen Landesgericht besucht um auch einen Einblick in die italienische Rechtsordnung zu bekommen.
Bei einer ständig wachsenden internationalen Kriminalität sei diese Art der Zusammenarbeit von ausschlaggebender Bedeutung. Die bereits gemeinsam durchgeführten Einsatzpläne seien der Beweis davon, wie etwa die Festnahmen vor zwei Wochen in Innsbruck und in Bozen einer organisierten internationalen Tätergruppe, heißt es in einer Aussendung der Quästur. Die Gruppe hatte sich auf die Betrugsmasche des sog. „rip deals“ spezialisiert. Auch die Identifizierung und Festnahme von Bankräubern die der Ortschaft Assling, die einen bewaffneten Banküberfall ausgeübt hatten, sei das Resultat internationaler Zusammenarbeit.

Von: mk

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