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Kritik der Süd-Tiroler Freiheit: Mussolini fürs Wohnzimmer
Bozen - Das Leitungsmitglied der Bewegung Süd-Tiroler Freiheit, Werner Thaler, übt scharfe Kritik an der Herausgabe und dem Verkauf des neuen Mussolini-Kalenders für das Jahr 2012. Seit wenigen Tagen ist dieser wieder für 5,90 Euro in allen Tabaktrafiken des Landes erhältlich. In verherrlichender Weise werde auf zwölf Kalenderblättern der faschistische Diktator Benito Mussolini als großer Staatsmann dargestellt, ohne jedoch seine brutalen Menschenverbrechen nur ansatzweise kritisch zu hinterfragen oder zu verurteilen, so Thaler in einer Aussendung.
In Hinblick auf die Herstellung und den Vertrieb von faschistischen Propagandawerbematerial werde Italien immer mehr zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Es vergehe kaum eine Woche, dass nicht neue Faschismus-verherrliche Produkte auf dem Markt kommen und allem Anschein nach ebenso reißenden Absatz finden. Neben Mussolini-Wein, Mussolini fürs Mobiltelefon, Mussolini-Feuerzeugen, Mussolini-Zuckerpäckchen, nun auch wieder der Mussolini-Kalender, so die Süd-Tiroler Freiheit.
Mit Bedauern stellt Leitungsmitglied Werner Thaler fest, dass die italienische Regierung tatenlos zusieht, keine klaren Verbote ausspricht und damit die Verbreitung von faschistischem Gedankengut duldet. Von wirklichem Anti-Faschismus gebe es keine Spur. „Im Gegenteil: Die jährliche Herausgabe des Kalenders wird zur Normalität. Gleichzeitig werden damit auch der Völkermord Mussolinis und seine Gewaltherrschaft verharmlost“, meint Thaler.
Laut Süd-Tiroler Freiheit wäre es an der Zeit, „dass die Staatsanwaltschaft gerade auch bei solchem moralisch und ethisch verwerflichen Propaganda-Material auf den Plan tritt“.
Von: mk



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