Wirtschaft
15.11.2011 15:35 Artikel drucken

Pardeller: Südtirol muss in der Krise zusammenstehen

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"Sanierung des Staates wird nicht von den Reichen getragen"
Foto: svp

Bozen - Der SVP-Landtagsabgeordnete Georg Pardeller befürchtet, dass Südtirol in den kommenden Monaten zu spüren bekommen werde, wie viel der zurück getretene Regierungschef Silvio Berlusconi versäumt, unterlassen und zerstört habe. Die Arbeiterschaft werde mehr als alle anderen die Lasten tragen müssen, die der hoch verschuldete Staat durch die Unfähigkeit der Regierung und durch die gewaltige Steuerhinterziehung verursacht hat. 

„Es ist sicher, dass die größte Last für die Sanierung des Staates nicht von den Reichen getragen werden wird, sondern von den Arbeitern und Angestellten, deren Einkommen bis auf den letzten Cent kontrolliert wird“, erklärt der SVP-Landtagsabgeordnete Georg Pardeller.

In dieser traurigen Situation vom Land weitere öffentliche Mittel, weiteren Abbau der IRAP und weitere Freiräume für die Wirtschaft  zu fordern, wie es der Vorsitzende des Wirtschaftsringes Christof Oberrauch tue, sei sehr bedrückend. Es zeige, dass sich in Südtirol die Interessen der Wirtschaft von jenen der Arbeiterschaft immer weiter entfernen. Anstatt zusammenzustehen und eine gemeinsame Ebene zu finden, um die Krise zu überdauern, fordere Oberrauch Steuersenkungen und Bürokratieabbau, Reduzierung der Fixkosten und Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – für die Wirtschaft natürlich, nicht für die gesamte Bevölkerung, so Pardeller.

„Der eine und andere Vorschlag klingt bei normalen Zeiten vernünftig, nicht aber, wenn es ums Ganze geht wie heute, wo der verrottete Staat vor dem Abgrund steht, Zehntausende von Menschen in Südtirol am Rande der Not leben und für unsere jungen Leute das Morgen unsicher ist wie kaum einmal zuvor“, erklärt der Abgeordnete.

Der Wirtschaft gehe es verhältnismäßig gut, die Unternehmen würden wachsen. Das sehe man auch, wenn man die Liste der größten Südtiroler Unternehmen anschaue, bei denen überall Umsätze und Gewinne zunehmen würden. Umso unverständlicher seien die Forderungen der Wirtschaft.

„Der Arbeiterschaft steht einer der härtesten Winter der letzten Jahrzehnte bevor. Den Arbeitern will man den letzten Rest ihres kleinen Spielraums nehmen. Damit muss endlich Schluss sein. Die Krise überstehen wir nur gemeinsam, nicht, wenn der eine gegen den anderen ist“, schließt Pardeller. 

Von: mk

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