Südtirol (Vermischtes)
24.11.2011 12:05 Artikel drucken

Bürger Union zum internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Bozen - Die Vereinten Nationen haben den 25.November als internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen ausgerufen. Seit 1981 werden an diesem Tag weltweit Aktionen dazu durchgeführt. Die häusliche Gewalt ist global die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen. Sie birgt mehr Opfer als Verletzungen durch Verkehrsunfälle und Krebserkrankungen zusammengenommen. Daran erinnert die BürgerUnion in einer Aussendung.

Die BürgerUnion weist außerdem auf die „stille“ Gewalt an Frauen hin. „Darunter verstehe ich vor allem psychische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gewalt und Zwänge“, erklärt Josefa Brugger, Landessprecherin der BürgerUnion.

Besonders in patriarchalisch geführten Ländern würden Frauen dem „Ehrenkodex“ der Männer unterliegen. Sie würden zum Teil wie Ware gehandelt, dürften sich nur verschleiert zeigen und Ausgehverbote erhalten, so Josefa Brugger.

Aber auch im eigenen Land finde stille Gewalt statt. „Denken wir nur an ungleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit, verminderten Zugang zu Weiterbildung, Doppel- und Dreifachbelastung durch Familie und Beruf, wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann oder Nicht-Anerkennung der Familien- und Hausarbeit“, fügt Brugger hinzu.

Psychische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Missachtung würden eine große Gefahr für Frauen und Mädchen bergen, weil die Schmerzen nicht körperlicher Natur und die Verfehlungen schleichend seien. Die Folgen davon würden erst spät ersichtlich.

Um dieser stillen Gewalt nicht weiter Nahrung zu geben, brauche es die Anerkennung der Familien- und Hausarbeit als eigenständiges Berufsbild. Solange die Erziehung der Kinder und die Hausarbeit als soziales Engagement der Frau angesehen wird, werde es immer stille Gewalt an Frauen und geben, so die BürgerUnion.

Die BürgerUnion weist erneut auf das neu auszuarbeitende Familiengesetz hin und fordert die Verantwortlichen auf, diese Chance zu nutzen, um Familien- und Hausarbeit den nötigen Respekt zu zollen und somit die stille Gewalt an Frauen zu unterbinden.

Von: mk

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