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Südtiroler [40] verkleidet sich als Bischof, um Papst zu sehen
Bozen – Ein 40-jähriger Südtiroler versuchte am Samstag, als Bischof verkleidet im Vatikan bis zum Papst vorzudringen. Kleider machen Leute, dachte sich wohl S. R. und schlüpfte in das Gewand eines Bischofs, um unbemerkt in den Vatikan eindringen zu können.
Die ersten Kontrollen an der Staatsgrenze zum Vatikan passierte der Südtiroler dank gefälschter Dokumente, doch bei der Schweizer Garde war Schluss. Den Mitgliedern der Garde fiel das Bischofsgewand auf, das ihnen unecht erschien. Tatsächlich hatte es der Mann kurz zuvor in einem römischen Kostümgeschäft erstanden und samt Goldkreuz und Accessoires etwa 3000 Euro dafür hingeblättert.
Der Südtiroler erzählte der Schweizer Garde, er sei Bischof einer orthodoxen Kirche, die gar nicht existiert, und zeigte ihnen die gefälschten Dokumente. Doch die Gardisten fielen darauf nicht herein und riefen schließlich die Polizei, die den Mann abführte.
Nun steckt der falsche Bischof in Schwierigkeiten, denn jetzt ermittelt auch die italienische Antiterrorgruppe der Polizei DIGOS gegen den Mann, um herauszufinden, was hinter seiner Aktion steckt. Der Mann könnte einfach psychische Probleme haben, dafür würde sprechen, dass ihm seine Aktion 3.000 Euro wert war.
Auch die Zugehörigkeit zu einer Sekte wird vermutet. Doch die DIGOS will auch prüfen, ob andere Motive, wie etwa ein Attentat auszuschließen sind. Der Mann erklärte, dass er die Tat bereue und dass er mit der Verkleidung wohl über die Stränge geschlagen habe.
Der Vatikan wartet nun die Ergebnisse der Untersuchung ab, so ein Sprecher des Kirchenstaates, behält sich jedoch rechtliche Schritte gegen den Mann vor. In letzter Zeit hätten sich die „Überfälle“ vonseiten kleiner Protestgruppen, aber auch psychisch kranker Menschen auf den Vatikan gehäuft.
Von: hp




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