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29.11.2011 16:06 Artikel drucken

Falscher Polizist prellt Seniorenpaar um 12.100 Euro

stnews

Er gab an, Geldscheine auf deren Echtheit zu überprüfen
Foto: stnews

Bozen – Mit einer skrupellosen Masche wurde ein älteres Ehepaar aus Bozen von einem Unbekannten um 12.100 Euro erleichtert.

Der Fremde, der sich als Stadtpolizist verkleidet hatte, klingelte beim Ehepaar in der Mailandstraße. Sein Auftreten wirkte durchaus überzeugend, und er machte den Senioren klar, dass die Stadtpolizei Geldscheine in den Haushalten kontrollieren würde, ob sie auch echt seien.

Die 78-Jährige zeigte gemeinsam mit ihrem Ehemann dem vermeintlichen Polizisten einen ersten Teil ihrer Ersparnisse in der Höhe von 8.000 Euro. Darauf kontrollierte der Mann minutiös sowohl die Seriennummer als auch die Beschaffenheit der Scheine.

Anschließend erklärte er, dass sein „Büro“ über Informationen verfüge, wonach das Paar mindestens über 10.000 Euro in bar zu Hause aufbewahre. Der Mann beharrte darauf, dass ihm das gesamte Geld präsentiert werde, ansonsten würden dem Paar die Pensionsbeiträge nicht mehr ausbezahlt.

Die Frau, die zwei weitere Umschläge mit einem Inhalt von 1.300 und 2.800 Euro auf dem Tisch liegen ließ, schöpfte jedoch Verdacht und rief ihre Bank an um nachzufragen, ob tatsächlich Personal der Stadtpolizei befugt sei, ihr Geld zu überprüfen.

Der Schwindler, der sich inzwischen mit dem Ehemann und der Schwester unterhielt, nutzte einen Moment der Unaufmerksamkeit aus und ließ das gesamte Geld in seine Tasche verschwinden. Mit der Ausrede, dass er kurz telefonieren müsse, begab er sich zur Tür und suchte rasch das Weite.

Als die Senioren bemerkten, dass sie einem Betrüger zum Opfer gefallen waren, war es bereits zu spät. Die Uniform des falschen Polizisten wirkte verblüffend echt. Weil er seine Mütze niemals abgenommen hatte, tat sich das Ehepaar auch bei der Beschreibung seiner Gesichtszüge schwer.

Die Quästur in Bozen teilt mit, dass weder Beauftragte für die Volkszählung noch Polizeimitglieder oder Bankangestellte von Haus zu Haus gehen und nach möglichem Falschgeld Ausschau halten. Fall Personen mit einem solchen Anliegen an die Tür klopfen, sollte man umgehend die Ordnungskräfte unter Rufnummer 113 verständigen.

Von: mk

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