Südtirol (Vermischtes)
06.12.2011 11:33 Artikel drucken

Freiheitliche kritisieren RAI

Bozen - Die Bozner Filiale der Radiotelevisione Italiana (RAI) hätte eigentlich eine wichtige Funktion. Sie sollte als öffentlich rechtliche Sendeanstalt überparteiliche Information aus Radio und Fernsehen garantieren und gleichzeitig einen Programmdienst im Interesse der sprachlichen und kulturellen Minderheiten in unserem Lande leisten. Darauf weisen die Freiheitlichen hin.

„Die Überparteilichkeit des RAI-Senders Bozen darf aber wohl zunehmend angezweifelt werden. Es fällt auf, dass der RAI-Sender Bozen immer mehr zu einem 'RAI-Sender SVP' verkommt. Wer in den letzten Wochen z.B. die Beiträge zum Südtiroler Energiesumpf in den Radio- und Fernsehsendungen verfolgt hat, konnte eindeutig feststellen, dass 'Runde Tische' und andere Studiodebatten vornehmlich unter Beteiligung von SVP-Exponenten, garniert mit ein wenig 'Grün', abgelaufen sind. Dies ist schade, hätten doch vielleicht auch jene, die die Aufdeckung des Skandals erst ins Rollen gebracht haben, einiges zu sagen“, meint der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Thomas Egger in einer Aussendung.

Die personelle Zusammensetzung der gestrigen Diskussionsrunde 'Runder Tisch' habe wieder einmal „überdeutlich gezeigt, dass - nach meiner Einschätzung - von einer politisch ausgewogenen Berichterstattung im öffentlich rechtlichen RAI-Sender Bozen keine Rede mehr sein kann“. Von den sechs Diskussionsteilnehmern gehörten deren drei der Volkspartei an (Laimer, Kompatscher, Plangger), eine den Grünen (Kury) und zwei seien als überparteilich zu betrachten. „Es bleibt zu hoffen, dass die RAI-Verantwortlichen die gegenständliche Kritik als das betrachten was sie sein will: ein Versuch, den RAI-Sender Bozen wieder zu einem echt überparteilichen Medium zu machen“, schließt Egger.

Von: mk

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

_________________

_________________

.

zurück Video Archiv weiter