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06.12.2011 15:56 Artikel drucken

Minniti empfängt Präsidenten des tibetischen Exilparlaments

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„Unverändert schlechte Beziehung zu China“
Foto: lt

Bozen - Präsident Mauro Minniti hat sich heute im Landtag mit Penpa Tsering getroffen, dem Präsidenten des tibetischen Exilparlaments in Dharamsala.

Präsident Tsering musste bei dem Gespräch leider feststellen, dass sich seit dem letzten Treffen vor zwei Jahren nichts an den Beziehungen zwischen China und Tibet geändert hat, die Lage habe sich im Gegenteil noch verschlimmert und zwölf Jugendliche seien beim ihrem Protest gegen die minderheitenfeindliche Politik Pekings zu Tode gekommen. China betreibe die Ansiedlung von Chinesen auf tibetischem Gebiet, zwinge die Tibeter, die zum Großteil Nomaden seien, zur Sesshaftigkeit und gefährde damit ihr wirtschaftliches Überleben. Präsident Minniti bezeichnete diese Menschenrechtssituation als prähistorisch und unterstrich die Pflicht der westlichen und demokratischen Länder, Druck auf China auszuüben, um den Menschenrechten zum Durchbruch zu verhelfen.

Penpa Tsering, der von Günther Cologna (Eurac, Tibetinitiative) begleitet wurde, dankte Minniti für seine Unterstützung und lud das Landtagspräsidium neuerlich zu einem Besuch beim Exilparlament im indischen Dharamsala ein – der erste Besuch in Dharamsala geht auf das Jahr 2006 unter der Präsidentschaft von Veronika Stirner zurück. Parlament und Regierung hätten seit dem Rückzug des Dalai Lama aus der Politik noch mehr Verantwortung, erklärte Penpa Tsering und berichtete von einem Vorschlag der italienischen Regionalratspräsidenten zur Unterstützung der Tibeter. Präsident Minniti versprach, sich im Rahmen der Präsidentenkonferenz für diese Initiative einzusetzen.

Von: mk

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