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08.12.2011 18:36 Artikel drucken

Heimatbund über italienisches Blumengesteck erfreut

shb

Gedenken an Südtiroler Aktivisten
Foto: shb

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St. Pauls – Im Rahmen der Gedenkfeier an die Südtiroler Aktivisten der 60-er Jahre in St. Pauls soll der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang, Südtirol mit einer Zitrone verglichen haben, die von Rom ausgepresst werde.

Ebenso für Aufsehen sorgte ein Blumengesteck, das auf das Grab von Sepp Kerschbaumer gelegt wurde. Das Gesteck trug auf einer Schleife die Aufschrift: „Mit Wertschätzung für die Südtiroler Patrioten. Von einem Südtiroler mit italienischer Muttersprache“.

Ein 61-Jähriger, der zur Bewegung Süd-Tiroler Freiheit rund um Eva Klotz gehört, hatte die Krone platziert.

„Er hat angefragt und wir haben ihm gerne die Erlaubnis gegeben“ so kommentierte der Obmann des Südtiroler Heimatbundes das Blumengesteck  des „Sudtirolese di lingua italiana“, das der Bozner nach der Gedenkfeier bei der Gedenkstätte für die Freiheitskämpfer niederlegte.

„Wenn man weiß, dass Kerschbaumer vielen armen italienischen Industriearbeitern, die in seinem Geschäft in Frangart Kunden waren, des Öfteren die Schulden erließ und einem italienischen Arbeiter sogar einmal ein Fahrrad schenkte, so würde diese Ehrerbietung  sicher auch Kerschbaumer freuen“, so der Obmann des Heimatbundes.

Außerdem beweise die alljährliche zahlreiche Teilnahme der Welschtiroler Schützen, dass sehr viele Menschen mit italienischer Muttersprache verstanden hätten, dass die Anschläge nicht Ihnen, sondern der nationalistischen Politik Roms gegolten haben. Letztendlich seien auch die italienischen Zuwanderer durch Vorspiegelung falscher Tatsachen von der italienischen Regierung nur dazu missbraucht worden, um die Italienisierung Südtirols voranzutreiben. „Hätte Rom ihnen in ihrem Dorf Arbeit und eine Wohnung geboten, wären sie sicher lieber zu Hause geblieben“, so Lang.

Lang appellierte im Rahmen der Gedenkfeier auch an Wien, den Weg für die doppelte Staatsbürgerschaft freizumachen. Wien solle alles unternehmen, damit „Südtiroler auch auf dem Papier zu Österreichern“ würden.

Die Historikerin Margareth Lun betonte in ihrer Ansprache, dass die Attentäter der 60-Jahre weder links noch rechts gerichtet gewesen seien, sondern dass sie aus Liebe zu ihrer Heimat und zur Freiheit gehandelt hätten.

Von: mk

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