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Sparpaket: Familien zahlen 2500 mehr in drei Jahren
Rom - Noch ist es schwierig, genau abschätzen zu können, wie sich das Sparmanöver der Regierung Monti auf die Brieftaschen der Bürger auswirken wird. Zu viele Details liegen noch im Dunkeln. Die Gewerkschaftsbünde CGIA und UIL wagen trotzdem einen Versuch.
Der CGIA befürchtet einen Aderlass von 2.500 Euro pro Familie in den kommenden drei Jahren, während laut Berechnungen der Gewerkschaft UIL Arbeitnehmer und Pensionisten 209 Euro im Jahr mehr bezahlen werden.
Der Gewerkschaftsbund CGIA von Mestre zieht die Beträge, welche durch das Sparpaket in die Staatskassen gespült werden, als Anhaltspunkt seiner Berechnungen heran. Zwischen 2012 und 2014 soll dies laut der der Gewerkschaft eine Summe von 62,9 Milliarden sein, was dreimal mehr als ursprünglich vorgesehen ist.
Die Gewerkschaft glaubt aber, dass die Regierung eine Klausel im Dekret ausnutzen wird, um das Maßnahmenpaket nach oben zu korrigieren. Laut der Schätzung werden in den kommenden drei Jahren italienische Familien pro Jahr 830 Euro mehr bezahlen müssen.
Zieht man noch die beiden Sparpakete, welche die Regierung Berlusconi im Sommer verabschiedet hat, in Betracht, steigt der Betrag, den der Staat von 2011 bis 2014 einnimmt, auf 208 Milliarden. Für Familien bedeutet dies eine zusätzliche Belastung von 8.266 Euro im selben Zeitraum. Das sind rund 2.000 Euro pro Jahr.
Magere Zeiten prophezeit auch die Gewerkschaft UIL. Vor allem die neue Immobiliensteuer IMU, die im Schnitt 133 Euro ausmachen soll, und die Erhöhung des regionalen IRPEF-Zuschlages werden Pensionisten und Arbeitnehmer zu spüren bekommen, glaubt der Gewerkschaftsbund.
Laut UIL müssen die Einwohner von Rom mit 1.035 Euro mehr im Jahr 2012 am meisten Steuern bezahlen, gefolgt von Mailand (814 Euro) und Bologna (836 Euro). Während in Florenz 617 Euro mehr anfallen, sollen in Lucca Pensionisten und Arbeitnehmer mit 344 Euro mehr am glimpflichsten davon kommen.
Diese Berechnung berücksichtigt allerdings nicht die zusätzlichen Einflussmöglichkeiten der lokalen Körperschaften.
Von: mk



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