© SüdtirolNews.it 2009-2011 - P.I.: IT02663860217 | Impressum | Privacy | Werben | Jobs | Free Widget | Mobil | iPhone
Wohnbau: Elmar Pichler Rolle gegen Hauruck-Aktionen
Bozen - "Die Lage am Wohnungsmarkt in Bozen erfordert außergewöhnliche Schritte und Anstrengungen, von Hauruck-Aktionen rate ich ab." Das erklärt der SVP-Landtagsabgeordnete und langjährige Bozner Vizebürgermeister Elmar Pichler Rolle. Ein unkoordiniertes Vorgehen würde viele neue Probleme schaffen.
Die Stadtverwaltung habe sich vor knapp zwei Jahren auf die Ausweisung von über fünf Hektar neuem Bauland geeinigt. Die Wohnbaureform habe dann neue Wohnungen für den Mittelstand vorgesehen, und Landesrat Tommasini die entsprechenden Finanzmittel eingeplant. Allerdings brauche es hierzu wieder neue Flächen, was jedoch die Einigung der Stadtverwaltung von vor zwei Jahren in Frage stelle, so Pichler Rolle.
Gleichzeitig hätten private Baufirmen und Investoren bereits im Bau befindliche Gebäude vom Wohnungsmarkt genommen, weil die Nachfrage zu gering sei bzw. die Preise außer Reichweite vor allem des Mittelstandes lägen. Dem Wohnbauinstitut stünden zwar keine neuen Flächen für den sozialen Wohnbau zur Verfügung, doch hielten sich die Ansuchen mit über 25 Punkten in der Landeshauptstadt in Grenzen. Den Wohnbaugenossenschaften werde man hingegen mit der Ausweisung von zusätzlichen Flächen abermals kurzfristig entgegenkommen.
Das Ansinnen der Landesregierung, künftig neue Ausweisungen ohne Einverständnis der Stadtverwaltung vorzunehmen sei die falsche Antwort, so Pichler Rolle: "Wir haben einige Male erlebt, welche Folgen solche Ausweisungen haben. Wer im landwirtschaftlichen Grün Wohnhäuser errichtet, muss wissen, dass es Infrastrukturen braucht, die wiederum hohe Kosten haben, wenn sie nicht einer Gesamtplanung unterliegen." Die urbanistische Hohheit der Gemeinden könne und dürfe nicht eingeschränkt werden.
"Vor allem ist es sinnlos, weiteres landwirtschaftliches Grün zu opfern, wenn private Investoren ihre Projekte stoppen, die Wiedergewinnungspläne nach wie vor toter Buchstabe sind und das bereits ausgewiesene neue Bauland von über fünf Hektar erst in zwei Jahren baureif ist", erklärt der vormalige Vizebürgermeister. Unverständlich sei auch, weshalb die Huber-Kaserne in der Drususallee in der Rangliste zur Übernahme seitens des Landes an letzter Stelle der Prioritätenliste liege.
Der von der Stadtverwaltung angeregte Runde Tisch sei der einzige und richtige Weg. Pichler Rolle meint dazu: "Alle öffentlichen und privaten Akteure müssen einbezogen werden, nur dann gibt es die beste Lösung für die Landeshauptstadt."
Von: mk



Kommentar hinzufügen