Südtirol (Vermischtes)
10.01.2012 16:17 Artikel drucken

Bozen: Dienstagspressekonferenz des Bürgermeisters

Bozen - In seiner Pressekonferenz im Anschluss an die Stadtratssitzung hat Bürgermeister Luigi Spagnolli zunächst darauf hingewiesen, dass die Stadtratssitzung selbst eine typische Jahresbeginn-Sitzung ohne besondere Beschlüsse gewesen sei. Er ging deshalb gleich zum zweiten Teil der Pressekonferenz über, in welchem er Fragen zu aktuellen Themen beantwortete, unter anderm zu Sparpaket und Autonomie und Siegesdenkmal.

Das Siegesdenkmal sei weder ein Denkmal für Gefallene noch für den Sieg im 1. Weltkrieg, es sei von einem Regime in einem "eroberten" Land errichtet worden. Durch das Museum werde man das Denkmal "unterwandern" und damit entschärfen. Die Befürchtung, dass der Staat über die Inhalte des Museums bestimmen werde, sei haltlos. Der Staat habe die Sanierung finanziert, die Errichtung des Museums obliege Stadt und Land. Es gebe eine Arbeitsgruppe, die mit zwei VertreterInnen des Landes und zwei VertreterInnen der Stadt sowie einem Vertreter des Staates besetzt sei, und die würden die Synthese der Sichtweisen finden, zumal es sich bei der Kommission um Fachleute handle.

Zum Thema Autonomie und Sparmaßnahmen meinte der Bürgermeister, es gehe nicht an, dass diejenigen zur Kasse gebeten werden, die immer gut gearbeitet haben. Der Landeshauptmann habe eine schwierige Aufgabe vor sich, weil Abmachungen nicht eingehalten werden. Das Thema Selbstbestimmung werde immer mehr von einer ideologischen zu einer buchhalterischen Frage. Er selbst und seine Partei glaubten allerdings nach wie vor an ein Europa der Regionen, so der Bürgermeister.

Von: mk

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