Südtirol (Vermischtes)
13.01.2012 08:05 Artikel drucken

Tramin: Süd-Tiroler Freiheit fordert Einhaltung von Vereinbarungen

Tramin - Mit Unverständnis reagiert die Süd-Tiroler Freiheit in Tramin auf die jüngste Entwicklung in Sachen Klärschlammverarbeitung. Nachdem sich die Gemeinde Tramin, die ECO-Center AG und die Landesregierung vor rund einem Jahr auf ein sogenanntes Karbonisierungsverfahren einigen konnten, sei dieses nun wieder vom Tisch. Das Eco-Center plane nun eine verfahrensoffene Ausschreibung zur Verarbeitung der Klärschlämme in Tramin. Damit sei die Verbrennungsanlage wieder ganz oben auf der Agenda, so Stefan Zelger, Hauptausschussmitglied und Gemeinderat der Bewegung.

Seit 2002 habe sich der Gemeinderat von Tramin mehrmals und in verschiedensten Zusammensetzungen mit der Klärschlammthematik auseinandergesetzt und sich auch in jüngster Zeit entschieden gegen eine Verbrennungsanlage ausgesprochen. Diese Überzeugung habe sich auch bei Bürgerversammlungen und Stellungnahmen der verschiedenen Vereine und Verbände gezeigt. Die Gründe gegen eine Verbrennungsanlage seien schon oft und überzeugend dargelegt worden. „Tramin ist eine Gemeinde, welche Großteils von Tourismus und Landwirtschaft lebt. Eine solche Anlage wäre für die touristische Entwicklung des Dorfes hemmend und eine Entscheidung in diese Richtung mehr als kurzsichtig“, so Zelger.

„Die mittel- bis langfristige Umweltbelastung ist schwer absehbar, die bloße Existenz der Anlage für die Tourismuswirtschaft schädigend, der Ruf Tramins als Weinhochburg inmitten malerischer Landschaft gefährdet“, zeigen sich die Gemeinderäte Peter Geier und Stefan Zelger überzeugt.

„Tramin wird wieder hinters Licht geführt“

Die Gemeinde Tramin habe im November 2009 ein Klärschlammentsorgungskonzept mittels Trocknung und Weiterverarbeitung vorgestellt, welches ökologisch wie ökonomisch ausgereift und einer Verbrennungsanlage als überlegen angesehen wurde. Sowohl die Hauptversammlung der Eco-Center AG als auch die Landesregierung hätten dem Kompromissvorschlag zugestimmt, um diesen wenige Monate später wieder zu verwerfen. Schon vorher hätte Landesrat Michl Laimer getönt, dass Tramin nicht mehr als Standortgemeinde für die Klärschlammverarbeitung in Frage komme. „Mit dem jüngsten Scheitern der Ausschreibung einer Karbonisierungsanlage wurden nun zum dritten Mal vereinbarte Abkommen gebrochen. Es reicht. Denn anstatt den Trocknungskompromiss zu respektieren, drohen Funktionäre der Eco-Center AG der Gemeinde Tramin offen mit dem Rechnungshof“, so Zelger. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert alle Verantwortlichen dazu auf, den Kompromiss von 2009 zu respektieren und umzusetzen. Eine Verbrennungsanlage werde Tramin niemals akzeptieren.

Von: mk

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen


Name:

Kommentar:

_________________

_________________

.

zurück Video Archiv weiter