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Lega-Chef Bossi macht einen Rückzieher und lädt Maroni ein
Mailand – Die Zerreißprobe in der Lega Nord scheint überstanden und die Streitigkeiten zwischen den Anhängern von Lega-Boss Umberto Bossi und den Anhängern des dem ehemaligen Innenminister Roberto Maroni scheinen beendet zu sein. Nach den Zwistigkeiten der beiden Polit-Schwergewichte wurden Maroni und seine Anhänger zunächst von verschiedenen Versammlungen und Tagungen einfach ausgeschlossen. Daraufhin protestierten zahlreiche Ortsverbände und Lega-Bürgermeister, die sich auf die Seite von Maroni schlugen.
Nun reichte Bossi, kurz vor der endgültigen Spaltung seiner Partei, Maroni doch noch die Hand und lud ihn zu einerm gemeinsamen Podiumauftritt ein. Dabei tat er so, als sei nie etwas zwischen ihnen vorgefallen. “Wer den falschen Nachrichten geglaubt hat, sieht heute, dass er sich geirrt hat, denn die Lega Nor wird sich niemals spalten”. Maroni ist lakonischer. ”Umberto hat mich angerufen, damit ist die Sache hoffentlich erledigt”, so der Ex-Innenminister zur Tageszeitung Padania.
Angefangen hatte der Streit mit einer unterschiedlichen Einschätzung der beiden Politiker zur Regierung Monti, Bossi gewohnt streitsüchtig und Maroni gewohnt zurückhaltend, bewerteten die Regierungsarbeit unterschiedlich. Maroni erinnerte Monti lediglich daran, nicht die Verhaftung einiger der gefährlichsten Flüchtigen des Landes zu vergesen sowie an die Erfolge bei der Beschlagnahme von Vermögen der Mafia anzuknüpfen. Lega-Chef Bossi indes sagte das Ende Italiens voraus und hat die Sezession wieder auf die Lega-Tagesordnung gesetzt. Er zeigt sich im Hinblick auf die politische Zukunft des Stiefelstaates skeptisch und hatte auch Zweifel an der Steuerreform von Finanzminister Tremonti geäußert.
Von: hp



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