Italien
18.01.2012 08:13 Artikel drucken

Brutaler Überfall in Rom: Wurde Täter ermordet

ansa

Die chinesische Gemeinschaft ist schockiert
Foto: ansa

Rom – Nach dem erschütternden Überfall auf ein chinesisches Ehepaar am vierten Januar in Rom, bei dem der Ehemann und die neun Monate alte Tochter getötet wurden, soll nun die Autopsie bei der Leiche von einem der Täter durchgeführt werden.

Einer der Männer, ein Nordafrikaner, wurde vor einigen Tagen von den Carabinieri in der Peripherie der Hauptstadt in einem abgelegenen Landhaus erhängt aufgefunden.

Dachte man im ersten Moment an einen Freitod, schließen die Ermittler im Moment nicht aus, dass es sich auch um einen Mord handeln könnte.

WAS BISHER GESCHAH

Zwei Männer lauerten im Viertel Casilino einem chinesischen Ehepaar auf, das die eigene Bar mit den Tageseinnahmen von 5.000 Euro verließ. Nachdem der Mann sich weigerte, das Geld herauszurücken, eröffneten die Angreifer, die mit Pistolen bewaffnet waren, das Feuer.

Der Ehemann wurde von einem Schuss in den Brustkorb getroffen, während eine weitere Kugel seine neun Monate alte Tochter Joy, die der Mann im Arm hielt, tödlich verwundete.

Inzwischen wurde ein internationaler Haftbefehl ausgestellt. Gesucht wird nach zwei Nordafrikanern, die im Ausland untergetaucht sein sollen.

Laut der Aussage eines Zeugen flüchteten die Täter, die mit Helmen maskiert waren, zu Fuß. Die Ehefrau steht unter Schock. „Es waren Bestien“, erklärte sie den Ermittlern gegenüber.

Die Stadt hat anlässlich der anstehenden Beerdigung am Donnerstag einen Trauertag ausgerufen. Die Gemeinde hat für die Opfer eine Solidaritätsveranstaltung organisiert, während Bürgermeister Gianni Alemanno verkündete, dass die „Bestien“ aufgehalten würden.

Im römischen Chinatown wurde hingegen ein Trauerumzug veranstaltet. Chinesische Geschäfte blieben geschlossen.

Auch Innenministerin Anna Maria Cancellieri erklärte, dass der Staat alles unternehme, um die Täter zu fassen. Staatspräsident Giorgio Napolitano hat Lia Zheng, die Ehefrau des Ermordeten, besucht. Auch sie sei ein Opfer des tragischen Vorfalles, erklärte er.

Die chinesische Gemeinschaft in Rom ist unterdessen immer noch vom Vorfall schockiert.

Von: asx

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