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19.01.2012 17:39 Artikel drucken

SVP - 40 Jahre zweites Autonomiestatut

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"Eigenständigkeit weiter ausbauen"
Foto: svp

Bozen - Am 20. Jänner 1972 ist das neue Autonomiestatut in Kraft getreten. Durch dieses wurden der Schutz sowie die Förderung der sprachlichen und kulturellen Identität Südtirols gewährleistet. „Das zweite Autonomiestatut war der juridische Startpunkt und erste wesentliche Akt in der Umsetzung des Paketes“, erklären SVP-Obmann Richard Theiner und dessen Stellvertreterin Martha Stocker. „In der Zwischenzeit ist viel erreicht worden, doch nun gilt es, die Autonomie weiter zu entwickeln und Südtirol zu noch mehr Eigenständigkeit zu führen.“

Vom Pariser Vertrag 1946 bis in die Siebzigerjahre war von Seiten der Südtiroler Volkspartei um die Durchführung der Autonomie hart gerungen worden. „Die Autonomie ist nicht vom Himmel gefallen“, unterstreicht SVP-Obmann Theiner. „Es hat eine sehr lange Zeit und viel Kraft gebraucht, bis es zu annehmbaren Resultaten gekommen ist. Ab 1972 wurde die Autonomie für die Bevölkerung endlich auch Schritt für Schritt spürbar.“ Dank des Autonomiestatuts und der für die Umsetzung erforderlichen Durchführungsbestimmungen konnten in den vergangenen Jahrzehnten eine Reihe von konkreten Zuständigkeiten definiert und in der Folge auch von Südtirol selbst verwaltet werden.

„Die Südtirol-Autonomie ist zweifelsohne ein Vorzeigemodell in Europa“, unterstreicht Theiner. „Wir wollen uns damit aber nicht zufrieden geben und streben weitere Zuständigkeiten an. Durch die sogenannte Vollautonomie möchten wir neue Schritte setzen und für die Zukunft festlegen, dass die meisten Zuständigkeiten im Sinne einer umfassenden Eigenverantwortung von Südtirol selbst politisch gestaltet und werden.“

„Der eigentliche Ausgangspunkt unserer Autonomie ist die Absicherung der deutschen und ladinischen Minderheit in Sprache und Kultur“, erklärt SVP-Obmannstellvertreterin Martha Stocker. „Es dauerte von 1946 bis 1972 bis es schließlich zur Umsetzung der 1946 im Pariser Vertrag zugestandenen Autonomie kam und die kulturelle, wirtschaftliche und soziale Eigenständigkeit wirklich auf den Weg gebracht wurde.“ Vor allem im Kultur- und Bildungsbereich sei es der Südtiroler Volkspartei gelungen, in den vergangenen 40 Jahren die deutsche und ladinische Volksgruppe abzusichern und zu stärken sowie die Südtiroler Eigenständigkeit im europäischen Kontext positiv einzubringen.

Von: mk

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