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Chemieunfall bei Senni - Üroduktion geht weiter - Video
Bruneck - Nach dem gestrigen Chemieunfall soll heute die Produktion im Milchhof Senni in Bruneck wieder anlaufen. Die Chemikalien wurden in der Nacht in einen Tanklastwagen abgepumpt und sollen jetzt von einer Spezialfirma entsorgt werden.
Wegen eines Zwischenfalls bei der Senni mussten am Freitag die Freiwilligen Feuerwehren von Bruneck, Stegen, Toblach Vahrn, Klausen, Milland und Brixen ausrücken. Der Einsatz begann um 8.45 Uhr.
Video Südtirol heute (ORF) - Chemieunfall bei Senni
Es handelte sich um einen Chemieunfall. Die Feuerwehr war mit dem Atemschutzfahrzeug und dem Chemiewagen unterwegs.
In einem Kellerraum der Sennereigenossenschaft ist Säure ausgetreten. Erst gestern Abend sollen in das Gebäude 3000 Liter Säure geliefert worden sein – vermutlich handelt es sich um Salpetersäure oder um Phosphatsäure, die für die Desinfektion benötigt werden.
Dadurch wurde eine unkontrollierte chemische Reaktion ausgelöst. Dichte, gelbe Rauchwolken drangen aus den Kellerräumen ins Freie.
Für die Bevölkerung und für die Umwelt bestehe laut den Carabinieri keine Gefahr. Trotzdem wurden die Bürger sicherheitshalber aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen. Die austretenden Gase könnten jedoch nur in geschlossen Räumen Atem- und Lungenwege verätzen.
Der Keller des Milchhofes wurde aus diesem Grund auch sofort evakuiert, die rund 60 Angestellten brachte man in das Verwaltungsgebäude. Ein Mitarbeiter und ein Feuerwehrmann mussten ins Brunecker Krankenhaus gebracht werden.
"Eine Gefahr für die Kanalisation, die Gewässer und die Umwelt konnte durch den raschen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden", hieß es laut Aussagen der Feuerwehr Bruneck.
Die rund 100 Wehrleute konnten die Säure aus dem Keller abpumpen. Auch die Stadt- und die Straßenpolizei sowie das Weiße Kreuz waren vor Ort. Insgemt trafen rund 40 Ordnungskräfte ein.
Auch die Berufsfeuerwehr von Bozen, Personal der Landesumweltagentur sowie des tierärztlichen Dienstes von Bruneck trafen am Unfallort ein.
Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen wegen einer Sperre beim Milchhof. Es gab jedoch eine Umleitung. Nach mehreren Stunden konnte die Sperre am Nachmittag wieder aufgehoben werden.
Von: mk



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