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Bozen - Gedenken an den Holocaust: Ausstellung im Stadtarchiv
Bozen - Von heute und bis zum 17. Februar gibt es in einer Vitrine des Infopoint des Stadtarchivs unter den Lauben 30 ganz Besonderes zu sehen: fünf Bleistiftzeichnungen, die im Lager Bozen angefertigt worden waren.
Die Zeichnungen bilden Ansichten des Lagers originalgetreu nach und stammen vermutlich vom ehemaligen Lagerinsassen A. Ernesto Capurro aus Genua. Capurro (1904-1989) war eine bekannte Persönlichkeit in antifaschistischen Kreisen. Er stammte aus Sori bei Genua, war Zeichner und hatte bereits früh begonnen, sich politisch zu engagieren. Ihm wurde im Rahmen des "Processone", jenem berühmten Verfahren gegen Mitglieder des Zentralkomitees der kommunistischen Partei (unter anderem Togliatti, Gramsci), der Prozess gemacht. Es ist anzunehmen, dass sich Capurro über 1943 hinaus politisch engagiert hat und deshalb 1944 ins Lager in Bozen gebracht wurde, wo er bis zu dessen Auflassung 1945 blieb.
Die Zeichnungen hatte Capurro Antonino Morabito (1925-2005) geschenkt, der als Partisan gefangen genommen worden war und schließlich ins Lager Bozen überstellt wurde. Seine Tochter Luciana Morabito, hat sie im August dem Bozner Stadtarchiv geschenkt. Nun können sie im Infopoint des Stadtarchivs besichtigt werden.
Infopoint Stadtarchiv, Lauben 30
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 bis 12.15 und 15.00 bis 16.30 Uhr, Donnerstag 8.30 bis 13.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr.



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