Südtirol (Vermischtes)
24.01.2012 15:56 Artikel drucken

KFS: Neue Schulzeiten als Möglichkeit für die Familie nutzen

Bozen - Mit dem Beschluss zur Vereinheitlichung des Schulkalenders hat die Südtiroler Landesregierung der monatelangen, teils hitzigen Diskussion um die Fünf- oder Sechstagewoche, ein Ende gesetzt. Der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) begrüßt im Wesentlichen die Inhalte des neuen Gesetzes und ruft die Familien auf, den schulfreien Samstag als Möglichkeit für das Familienleben zu nutzen.

„Es gibt keine Gewinner oder Verlierer bei der Vereinheitlichung des Schulkalenders“, weiß die KFS-Präsidentin Utta Brugger. Es ist in den meisten Familien vielmehr eine organisatorische Herausforderung den Familienalltag anders zu gestalten als bisher. Der große Vorteil eines freien Tages mehr für die Kinder darf nicht als Belastung für berufstätige Eltern empfunden werden, sondern soll als Chance zum Wohle der Kinder genutzt werden. Sicher kann es da oder dort in der Anfangsphase Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben, aber jede Familie hat nun genügend Zeit, sich bis zum Herbst, dem Anfang des kommenden Schuljahres, darauf einzustellen. Mit etwas guten Willen ist dies durchaus machbar. Das Hin und Her um die Fünftageswoche ist nun Vergangenheit und der beinahe ideologische Glaubenskrieg muss in einen konstruktiven Prozess münden. So gesehen, kann das nächste Schuljahr als eine Art Probejahr für das neue Schulmodell verstanden werden, das flexibel genug sein muss, um dann eventuell noch Verbesserungen vornehmen zu können. Werden durch die Vereinheitlichung Gelder frei, so sollen diese zwingend in die Aus- und Weiterbildung des Schulpersonals fließen.

Von: mk

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