Kultur
27.01.2012 12:28 Artikel drucken

Mehrsprachigkeit: Pfeiler einer modernen Gesellschaft

eurac

Auftakttreffen an der EURAC für neues Projekt
Foto: eurac

Bozen - Sprachliche und kulturelle Vielfalt ist Alltag an Europas Schulen. Die EU-Politik fordert Mehrsprachigkeit als Richtlinie für alle EU-Bürger und fördert das Sprachenlernen. Doch hakt die Umsetzung dieser Ziele in manchen Ländern auf der Ebene der nationalen Bildungspolitik. Hier setzt „AMuSE“ an, ein neues Projekt des EURAC-Instituts für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit. Die Projektpartner aus ganz Europa treffen sich zu einem ersten Auftaktmeeting vom 26. bis 28. Januar an der EURAC.

Das Projekt AMuSE („Ansätze zur Mehrsprachigkeit an Schulen in Europa”) analysiert Modelle, wie Schulen in Minderheitenregionen und Ballungszentren derzeit mit der Mehrsprachigkeit ihrer Schüler umgehen. Außerdem wird untersucht, inwieweit die Ausbildung der Lehrkräfte auf den mehrsprachigen Schulalltag reagiert: Wie gehen beispielsweise Universitäten mit Lehramtsstudenten um, die mehrsprachig sind? Wird in deren Ausbildung Rücksicht darauf genommen und wird deren Mehrsprachigkeit mit eingebunden? Die gesammelten Daten werden ausgewertet, systematisiert und sinnvoll aufbereitet. Ziel des Projekts unter der Leitung des EURAC-Instituts für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit ist es sodann, Vertreter aus Forschung, Politik und Praxis zusammenzuführen. Insbesondere sollen die Ergebnisse des Projekts am Ende der dreijährigen Laufzeit in Form von Empfehlungen an politische Entscheidungsträger weitergegeben werden.

Zielgruppen sind hierbei nationale und regionale Bildungsbehörden, Institutionen der LehrerInnenbildung, sowie Leitungen von Schulen im plurilingualen und plurikulturellen Umfeld.

Die teilnehmenden Projektpartner:
EURAC-Institut für Fachkommunikation und Mehrsprachigkeit (Andrea Abel, Sabine Wilmes)
SYNEUPEDIA, Belgien (Georges Kuppens)
Pädagogische Hochschule Wien (Elisabeth Furch)
Göteborgs Universitet, Schweden (Tore Otterup)
Pädagogische Hochschule Zürich (Basil Schader, Sabrina Marruncheddu)
Tartu Ülikool, Estland (Esta Sikkal)
Middle East Technical University Ankara, Türkei (Jochen Rehbein)

Von: mk

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