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Einkaufszentrum: Das Twenty in Bozen wird doppelt so groß
Bozen - Die Landesregierung hat gestern grünes Licht für die Änderung des Bauleitplans gegeben. Damit wird der Weg für die Vergrößerung des Einkaufszentrums Twenty in Bozen frei.
Giovanni Podini, jener Unternehmer, der das Zentrum in der Galilei-Straße errichtet hat, zeigt sich zufrieden. Geht es nach ihm, sollen die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Die Pläne zur Erweiterung der Struktur, die eine Expertenkommission zur Unterbringung des einzigen Einkaufszentrums im Land für geeignet befunden hat, sind bereits in der Tasche.
Auch die Investitionsmittel stehen bereit. Man spricht von einer Summe zwischen 15 und 20 Millionen Euro. Nun muss noch ein letzter Durchgang des Projektes in der Gemeinde abgewartet werden. Dann könne man laut Podini loslegen.
Der aktuellen Verkaufsfläche von 11.000 Quadratmetern sollen somit in Richtung Palermo-Brücke noch einmal weitere 10.000 hinzugefügt werden. Auch neue Firmen hätten bereits ihr Interesse bekundet, in der Struktur untergebracht zu werden.
Dass Podini vorgesorgt hat, verdeutlicht auch die Tatsache, dass er das Gebäude der ehemaligen Druckerei Borgogno bereits erworben hat. Auch die Anzahl der Parkplätze soll von 650, die momentan auf drei Stöcken untergebracht sind, auf rund 900 vergrößert werden.
Komplikationen könnte es allerdings für den Unternehmer in Zusammenhang mit Rekursen vor dem Verwaltungsgericht geben. Die Gruppen Tosolini und Trony haben sich verbündet und ziehen gegen das geplante Einkaufszentrum in der Galileistraße zu Felde.
Tosolini hat bereits im Mai einen Rekurs beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag eingereicht, den Abschlussbericht der Expertenkommission, welche sich für das Twenty als einziges großflächiges Einkaufszentrum auf Landeseben ausgesprochen hat, zu streichen. Auch wenn ihm der Streit vor Gericht Steine in den Weg legt, bleibt Podini zuversichtlich.
Ein weiteres Problem sind derzeit die Zufahrtsmöglichkeiten in der Galilei-Straße, die derzeit nicht ideal sind, weil der Verkehr ununterbrochen fließt. Dies räumt auch der Unternehmer ein. „Wir arbeiten mit der Gemeinde zusammen, um diesbezüglich alle Probleme zu lösen“, erklärt Podini. Durch die Erweiterung werde ein neuer Zugang errichtet, der die Ein- und Ausfahrten für die Autofahrer zu erleichtert.
In Zukunft werde es außerdem möglich, das Twenty sowohl mit dem Auto aber auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen. In diesem Zusammenhang soll auch eine neue, 270 Meter lange Brücke errichtet werden. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro, die zum Teil von der Gemeinde und zum Teil von Podini selbst übernommen werden.
Von: mk


