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FH: Angekündigtes Kamelrennen kein Faschingsscherz
Bozen - Wer im vergangenen Sommer geglaubt hat, ein angekündigtes Kamelrennen am Untermaiser Pferderennplatz sei eine Nachricht zum Füllen des medialen Sommerloches und wer nun annimmt, es sei ein Faschingsscherz, der hat sich getäuscht. Dies schreibt Freiheitlichen-Obmann Pius Leitner in einer Aussendung.
„In Untermais werden bald die Kamele los sein, und dann wird man auch wissen, wer dafür verantwortlich zeichnet und wozu diese Veranstaltung dienen soll. Auf meine Landtagsanfrage vom vergangenen Juli erfuhr ich von der Landesregierung, dass dem Ressort für Tourismus jedenfalls kein Antrag oder Konzept vorliegt und dass die arabischen Länder gegenwärtig keine touristischen Märkte für Südtirol sind“, so Leitner.
Scheinbar komme eine Wirtschaftsdelegation aus arabischen Ländern nach Südtirol und diese solle wohl das Gefühl vermittelt bekommen, auf keine Gewohnheit aus den Herkunftsländern verzichten zu müssen, fügt Leitner hinzu. „Es ist kaum anzunehmen, dass man arabische Gäste mit Kamelen nach Südtirol locken kann. Den Arabern würde jedenfalls nicht einfallen, mit Schuhplattlergruppen oder Törggelepartien Gäste aus dem Alpenraum anzuwerben. Ob die Südtiroler selbst ein Kamelrennen als kulturelle Bereicherung empfingen, ist ebenfalls kaum anzunehmen. Für eine Aufwertung des Meraner Pferderennplatzes sind Kamele höchst ungeeignet. Dafür könnten sie für die nahenden Faschingsrevuen durchaus erheiternden Stoff liefern.
Mögen Kamelrennen bei Nomadenvölkern im arabischen und nordafrikanischen Raum auch eine alte Tradition und einen hohen Stellenwert haben, so sind sie in Südtirol mehr als entbehrlich. Ich wette, den Gästen aus dem Morgenland würden unsere Haflinger auch gefallen und diese passen zu unserer Heimat allemal besser“, so Leitner.
Von: mk



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