Südtirol (Vermischtes)
02.02.2012 17:05 Artikel drucken

SJR nicht von vorne herein gegen Lockerung des Kündigungsschutzes

Bozen - Der Südtiroler Jugendring (SJR) und seine Mitgliedsorganisationen fordern die Parlamentarier in Rom dazu auf, den Kündigungsschutz so zu lockern, dass Arbeitgeber/innen nicht aus Angst, ihre Angestellten nicht kündigen zu können, prekäre Arbeitsverhältnisse den regulären vorziehen – und zwar unter Beachtung, dass den Arbeitnehmer/innen weiterhin ausreichend Sicherheiten gewährt werden.

Laut SJR sei eine Lockerung des strengen Kündigungsschutzes in Italien nicht von vornherein auszuschließen. „Eine Lockerung macht Sinn, wenn das Verhältnis Arbeitnehmer – Arbeitgeber gerechter und transparenter organisiert wird“, stellt Igor Guizzardi, SJR-Vorsitzender, klar.

Ein zu strenger Kündigungsschutz kann ein Mehr an prekären Arbeitsverhältnissen bedeuten. Denn Arbeitgeber/innen, die diesen rechtlichen Bestimmungen nicht unterworfen sein wollen, würden auf prekäre – statt reguläre – Arbeitsverträge zurückgreifen. Diese wirkt vor allem negativ auf junge Arbeitnehmer/innen aus. „Ein zu hoher Kündigungsschutz erschwert den Beschäftigungseinstieg und wirkt sich dadurch auch negativ auf das wirtschaftliche Wachstum aus“, so Guizzardi.

Die Vorteile eines hohen Kündigungsschutzes seien daher den Nachteilen gegenüberzustellen. Hierbei gelte es zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeber/innenverbänden gerecht abzuwägen und vor allem auch die jungen Menschen nicht aus den Augen zu verlieren, so der SJR.

Von: mk

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