Südtirol (Vermischtes)
03.02.2012 18:43 Artikel drucken

Bozen - Lega Nord: „Islamischer Friedhof sollte kleiner ausfallen“

Bozen – Die Lega Nord im Bozner Gemeinderat kritisiert erneut den islamischen Friedhof, der in der Landeshauptstadt geplant ist. „Wir wollen keinen Populismus betreiben, sondern nur Klarheit haben“, betont das Gemeinderatsmitglied der Lega, Claudio Degasperi.

Die politische Mehrheit im Gemeinderat sei laut Lega in Eile mit der Verwirklichung. Stattdessen solle man sich mit der Realisierung mehr Zeit lassen.

Die Lega sei dagegen, dass jene, die als letzte angekommen sind, in den Genuss eines „weiteren Privilegs“ kommen. Hiesige Familien müssten für ein Familiengrab im Voraus für eine Zeitspanne von 25 Jahren eine Summe von 3.000 Euro bezahlen.

Während in Innsbruck und in Trient, wo 23 Muslime in zwölf Jahren begraben wurden, sehe man in Bozen die Exhumierung auf dem islamischen Friedhof erst nach 50 Jahren vor. Bei den Einheimischen sei nur dank der Einäscherung hingegen bei einem Zeitraum von 15 bis 16 Jahren angekommen, so Degasperi.

Die Lega sei zwar insgesamt gegen den muslimischen Friedhof, aber wenn er schon realisiert werde, sollte dessen Fläche wenigstens verkleinert oder auf Familiengräber beschränkt werden, fügt Degasperi abschließend hinzu.

Von: mk

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