Südtirol (Vermischtes)
03.02.2012 16:50 Artikel drucken

BürgerUnion: Über 1.400 Wobi-Mieter mit Mieten im Rückstand

Bozen - Über 1.400 Mieter des Wohnbauinstituts sind mit den Mieten im Rückstand. Dies geht aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage der BürgerUnion hervor.

Wie das Wohnbauinstitut dem Landtagsabgeordneten der BürgerUnion, Andreas Pöder, mitteilt, seien von den über 12.400 Wobi-Mietern 1.452 Mieter mit über 1,7 Millionen Euro im Rückstand: 516 Deutsche, 769 Italiener, 159 Ausländer und acht Ladiner.

Von den über 630 Bewohnern der Arbeiterwohnheime seien über ein Viertel mit den Mieten im Rückstand, insgesamt fast 65.000 Euro sind dort an Miete ausständig.

„Die Ursachen für den Mietenrückstand können in wirklichen Geldschwierigkeiten von Mietern aufgrund geringer Renten oder Einkommen liegen, in bewusstem Nicht-Zahlen der Miete oder in fehlender Konsequenz des Wohnbauinstituts liegen“, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion.
Sozialpolitisch sei es richtig, dass nicht jeder gleich wegen eines Mietrückstandes aus der Wohnung gewiesen werde. „Allerdings ist es schon fraglich, ob es richtig ist dass das Wohnbauinstitut zum Beispiel beim letzten Mieter, der die Wohnung räumen musste einen Mietenrückstand von 20.000 Euro anhäufen hat lassen“, so Pöder.

Bedenklich sei allerdings die Tatsache, dass ein Viertel der Bewohner der Arbeiterwohnheime mit der Miete im Rückstand ist, obwohl dort eigentlich nur Bewohner leben dürften, die eine Arbeit haben und somit auch Lohn erhalten, so Pöder.

Aus einer weiteren Anfragebeantwortung auf eine Anfrage der BürgerUnion hin gehe hervor, dass 813 Wobi-Mieter null Euro Monatsmiete bezahlen müssen. Rund ein Viertel der über 12.000 Mieter würden weniger als 100 Euro Miete im Monat zahlen.

Auf die Frage Pöders hin, ob die Einführung einer Mindestmiete von 100 Euro – mit Ausnahme für extreme Sozialfälle und Mindestrentner – sinnvoll wäre, hätte sich die Landesregierung weiterhin ablehnend gezeigt. Eine Mindestmiete würde der sozialen Gerechtigkeit schaden, soll der Landesrat erklärt haben.

„Es ist die Frage, ob es sozial gerecht ist, dass die Mieter auf dem freien Wohnungsmarkt horrende Mieten bezahlen müssen, während viele Wobi-Mieter, die es sich ohne weiteres leisten könnten, keine oder eine sehr geringe Miete bezahlen“, unterstreicht Pöder.

Wer in echten sozialen Schwierigkeiten ist, der dürfe nicht durch das soziale Netz fallen, wer aber Geld für alles Mögliche hat oder wer einfach nicht arbeitet, um das Sozialsystem auszunutzen, der habe kein Recht auf derartige Vergünstigungen, so der Abgeordnete der BürgerUnion.

„Soziale Gerechtigkeit heißt auch, Sozialmissbrauch zu verhindern“, erklärt Pöder abschließend.

Von: mk

Kommentare

Af des giahn scheinbor jo aus, dass sie ins los werden und Plotz fir Fremde isch.
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über ein viertel ??....................... und noch eine Frage: warum wird nicht der Lohn gepfändet???
und wenn solche Leute keine Arbeit haben warum schickt mann sie nicht nach Hause???
wenn ich mir die Zahlen anschaue dann sind es doch die Ausländer in der Mehrheit die nicht zahlen wenn wir es nach Prozenten der Bevölkerung anschauen
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Grad heute haben wir uns überlegt, sollte es unerträglich werden, unser Haus zu verkaufen und uns in Osttirol niederzulassen! Und Tschüsss Italia und SVP !!!!
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