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Wettbewerbsfähigkeit: Südtirol ist nur auf 194. Platz
Bozen - Das Forschungsinstitut JRC (Joint Research Centre) der Europäischen Kommission veröffentlicht einen Index für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Regionen, Regional Competitiveness Index genannt. Dabei erreicht Südtirol nur den 194. Platz unter 271 untersuchten europäischen Regionen. Handelskammerpräsident Michl Ebner dazu: “Damit Südtirol auch in Zukunft ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt, müssen die Bürokratie- und Steuerbelastung reduziert und das Unternehmenswachstum sowie die produktivitäts- und innovationsrelevanten Investitionen gefördert werden. Darüber hinaus braucht es gute Infrastrukturen, auch was die Telekommunikationsnetze betrifft. Nur durch Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind das Einkommensniveau und die Arbeitsplätze langfristig sicher”.
Der JRC-Index ermöglicht, die Wettbewerbsfähigkeit von Staaten und Regionen anhand verschiedener Aspekte zu bewerten. Berücksichtigt werden: die Qualität der Institutionen, die gesamtwirtschaftliche Stabilität, die Infrastrukturen, die Gesundheit der Bevölkerung, die Bildung, die Größe und Effizienz der Märkte, die Beschäftigung, die Verbreitung der Technologien, die Wirtschaftsstruktur und die Innovation.
Die vom Joint Research Centre der Europäischen Kommission durchgeführte Analyse zeigt in erster Linie verschiedene Schwächen auf nationaler Ebene: Italien liegt im Ranking der EU27-Staaten auf Rang 16, mit besonders negativen Bewertungen bezüglich Institutionen, Ausbildung und Ausgaben für die Universität.
Auch Südtirol erhält eine eher schwache Bewertung und liegt somit unter den 271 untersuchten Regionen auf Rang 194. Die Wettbewerbsfähigkeit Südtirols ist – wie jene des Trentino (Rang 187 im regionalen Ranking) – keineswegs zufriedenstellend, besonders im Vergleich zu Tirol (Rang 86). Vor allem folgende Faktoren wirken sich negativ aus: beschränkte Verwendung der Informatik, eine Wirtschaftsstruktur, die sehr wenig auf wissensintensive Dienstleistungen und hochtechnologische Produkte ausgerichtet ist, begrenzte Investitionen in Forschung und Entwicklung, Mangel an Humanressourcen in Wissenschaft und Technologie.
Informationen erteilt das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen, Ansprechpartner Luciano Partacini, Tel. 0471 945 700, E-Mail: partacini@handelskammer.bz.it
Von: mk


