© SüdtirolNews.it 2009-2011 - P.I.: IT02663860217 | Impressum | Privacy | Werben | Jobs | Free Widget | Mobil | iPhone
STF - Selbstbestimmung: „Scotland forever“
Bozen - Mit großer Aufmerksamkeit verfolgt die Süd-Tiroler Freiheit die Entwicklung in Schottland. Mit der Fragestellung: „Stimmen Sie zu, dass Schottland ein unabhängiges Land sein sollte“ soll nach dem Willen der Schottischen Nationalpartei (SNP) in Europa ein neuer Staat entstehen, wie Leitungsmitglied Roland Lang erklärt.
„London hat den Wunsch der Schotten, unabhängig zu werden, zuerst ignoriert, dann mit einer Autonomie zu dämpfen versucht. Vergebens. Am 25. Jänner 2012 stellte der erste Minister der Regionalregierung in Edinburgh, Alex Salmond, den Entwurf des Referendumsplans vor. Schottland verlangt die Selbstbestimmung“, fügt Lang hinzu.
Der bekannteste Kämpfer für ein unabhängiges Schottland sei sicherlich der Bond Darsteller Sean Connery, der als Beweis seiner Heimatliebe und seines Einsatzes für ein freies Schottland sich den Kampfruf „Scotland forever“ (Schottland für immer) auf seinem Unterarm eintätowieren ließ, so Lang.
„Es hört sich an wie die üblichen Scheidungsfragen, die von London nach Schottland geschickt wurden: Wie stellt ihr euch das überhaupt vor, wer zahlt euch die Pensionen, usw. Sogar mit dem Zukunftsszenario, Schottland könnte als eigenständiges Mitglied der EU gezwungen werden, den Euro einzuführen, wurden Ängste gegen den Freiheitsdrang der Schotten geschürt. Mit rechtlichen Fragen versuchte ‚Westminster‘, die Vorbereitungen zur Selbstbestimmung zu untergraben. So sprach der englische Premier Cameron den Schotten überhaupt das Recht ab, eine bindende Abstimmung zu veranstalten; dafür fehle der Autonomieregierung schlicht die Kompetenz. Dafür boten aber Cameron, sein Finanzminister Osborne und sein Schottlandminister Moore an , man könne mit einem speziellen Gesetz die Abstimmung möglich machen, aber als Kuhhandel dafür - bei uns Kompromiss genannt -, sollte die schottische Seite zu gewissen Zugeständnissen bereit sein, wie einem frühen Termin. Schottland sieht in der englischen Diskussion über den Zeitpunkt der Abstimmung wieder die typische Bevormundung aus dem englischen Süden, stellte Salmond daraufhin fest. Das Ausscheiden von Schottland aus der englischen Fremdbestimmung und die Errichtung eines eigenen Staates in friedlicher Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes ist ein weiterer Beweis dafür, dass in Europa jedes Volk frei über sein Schicksal entscheiden kann. Worauf wartet das südliche Tirol?“, stellt Lang abschließend die Frage.
Von: mk



MfG
MfG
Damals schriebst Du von den vergifteten Geschenken aus Rom und wie sich diese "neuen Möglichkeiten" auf Südtirol auswirken. Du hast es damals bereits angedeutet. Der scharfe Konflikt um diese Fragen hat dem Klima im Land eher geschadet als genutzt.
Will man etwas Neues konstruieren, muß das wohl im Stillen geschehen und man muß dabei auch manch Polemik aus dem Weg gehen oder sie am Boden liegenlassen. Es ist ein weiter, schmerzhafter und steiniger Weg. Homogenität? Es braucht noch eine Zeit. Und heute wird oftmals noch in die Gegenrichtung gearbeitet.
MfG
Also, Martin G. mit Franco in einem Atemzug zu nennen, ist schon ein bisschen arg. Da leigen immer noch Welten dazwischen, meine ich zumindest. Martin G. hat sich auch sinngemäß so geäußert.
Man muß auch berücksichtigen, daß die letzten Jahrzehnte immer das Bild der vorbildlichen und zufriedenen Autonomie transportiert worden ist und ein zu starkes Engagement von Außen eher als Einmischung empfunden wurde.
Dieses Meinungsbild wieder zu korrigieren (falls gewünscht), würde schon stärkere Signale seitens der Südtiroler Politik + Bevölkerung benötigen.
Ich würde mir jedenfalls für die Zukunft wünschen, dass sich unsere beiden Landesteile wieder als als starke Einheit präsentieren . Über die spezielle Form wird hoffentlich einmal die Bevölkerung abstimmen können.
Zum Thema Schottland habe ich nun wirklich genug geschrieben. Und das nicht nur hier. Natürlich ist die Ö-Staatsbürgerschaft für Südtiroler rechtlich kein Problem. Das Problem ist der politische Wille in Wien und das Faktum daß das Thema in Österreich die Menschen wenig bewegt. Österreichs Erfolg basierte immer darauf daß sie sich im Rahmen der Internationalen Verträge bewegt haben. Bsw. vor 50 Jahren als Italien das erste Autonomiestatut nicht umsetzen wollte. Schottland&Katalonien sind nicht Südtirol. Die politische Lage in Südtirol kann und wird sich wohl auch ändern. Die Sprachgruppen müssen sich aber auf ein Konzept einigen. Ansonsten ist man wieder da capo und man erreicht nicht mal die verglichen mit Südtirol relative Homogenität der Bevölkerung. Es ist eben der Unterschied, daß die obigen zwei Regionen/Länder ethnisch und vom kollektiven Bewußtsein her homogener sind als unser schönes Land. Der Weg bleibt steinig, da nützt es auch nichts wenn man sich etwas vormacht. Ich respektiere Eure Meinung und gebe Euch in einem Punkt recht. Wir müssen in Südtirol selbst beginnen.
MfG
Nun fällt ihm nix besseres ein als mit Aussagen österreichischer Politiker zu antworten.
Schottland liefert den Beweis das die Selbstbestimmung möglich ist in Europa wenn sie die Politik in Angriff nimmt. Auch die österreichische Staatsbügerschaft für Südtiroler ist rechtlich kein Problem. Die derzeit verantwortlichen Politiker wollen beides nicht umsetzen. Wien wird nicht die Staatsbürgerschaft für Südtiroler und nicht die Selbstbestimmung ausrufen wenn der Landeshauptmann von Südtirol das nicht von Wien einfordert. Wien hat unterstützt was Südtirol für sich fordert.
Wenn sich die politische Lage in Südtirol ändert dann wird man auch in Österreich reagieren.
Du hast in gewisser Beziehung vollkommen recht: Nämlich, dass Strache nicht die Lichtgestalt ist, auf die sich (österreichisch-)patriotische Südtiroler verlassen sollten. Überhaupt sind angebliche Lichtgestalten in der Politik eine heikle Sache. Meine Meinung über Strache habe ich schon des öfteresn kundgetan. Gerade seine letzte Äußerungen sind wieder typisch für die FPÖ. Provozieren und dabei bis hart an die Grenze gehen, ein Großmaul eben. Nicht dass er wirklich ein Extremist wäre, nein, aber unseriös.
Meiner Meinung nach muss eine Bewegung, die die Selbstbestimmung der Südtiroler durchsetzen will versuchen eine überparteiliche Plattform zu bilden uidn sie darf dabei nicht auf Hilfe aus dem Ausland zählen. Sie muss im Land zuerst unüberhörbar stark werden und dann wird die Hilfe aus dem Ausland zum Beispiel in Form von Anerkennung eines eigenständigen staatlichen Gebildes auch sicher kommen.
1945?!
Franco Italia lebt noch im alten Rom!
Wenn einer schon meint, "Südtirol ist Italien. Da könnt ihr schreiben, was ihr wollt.", kann man leicht erahnen, dass an ihm ein kleiner Imperator verlorengegangen ist. Wenn es nach dem ginge, wären wir wohl ein Fall für das Kolosseum.
;-)
@ Martin G.
"Also mit Franco möcht' ich mal nichts zu tun haben."
Musstest du meinetwegen zwar nicht betonen, aber freut mich jedenfalls.
http://tv.orf.at/program/orf2/20120205/573079301/331170/
Dein Statement "Die Österreicher sind aber sicher mehrheitlich wohlwollend gegenüber Südtirol eingestellt. Wer etwas anderes behauptet, beruft sich auf Vorurteile." ist sicherlich richtig. Allerdings denke ich ist diese Wohlgesonnenheit etwas anderes als das was sich die Südtiroler Opposition bei uns gerne wünscht. Die Ö-Politik steht mehrheitlich hinter der Autonomie und sieht ihre Aufgabe darin die Autonomie zu verteidigen. Das ist die offizielle Politik Österreichs seit Jahrzehnten. Was 2013 in Österreich und in Südtirol geschieht steht in den Sternen. Heute aber davon auszugehen, daß Spindelegger(der heute als AM und Vizekanzler sehr wohl das offizielle Österreich repräsentiert) 2013 keine Rolle mehr spielen wird, halte ich für vermessen.
Daß in Ö mit dem Thema kein Blumentopf zu gewinnen ist hat Didi bereits gut beschrieben.
Ansonsten siehe auch hier:
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2012/01/30/stf-fortschritte-fuer-doppelte-staatsbuergerschaft.html
2013 wird HC Strache, der Liebling manch Südtiroler Oppositionellen, auch lernen, daß er sich nicht im luftleeren Raum bewegt. Sofern er nach seinen letzten Äußerungen überhaupt an der Regierung erwünscht wird.
MfG
Aber ich weis von Deiner Seite, daß ihr eure Gegner in einem Topf werft, während ihr selbst von den Anderen Differenzierung beansprucht. ;)
Das kennst Du ja aus Deinem Lieblingsblog. ;)
MfG
So verlogen geht es in der Politik zu.
@TECHNO GUY
Was ist an der STF engstirnig und radikal. Sie ist die Bewegung die das Thema Selbstbestimmung in Südtirol auf den Tisch gebracht hat. Mit den Freiheitlichen allein wären wir nie so weit in der Diskussion gekommen.
Die STF strebt eine Volksabstimmung an und läßt die noch die Wahlfreiheit, ob zurück zu Österreich (Landeseinheit) oder Freistaat.
Mehr Demokratie geht nicht!!!