Italien
06.02.2012 18:27 Artikel drucken

Kältewelle in Italien: Erneute Engpässe bei Gas aus Russland

ansa

Der Zivilschutz schlägt weiter Alarm
Foto: ansa

Rom - Nicht genug, dass Italien unter der klirrenden Kälte leidet - auch bei der Versorgung mit Gas scheint es zu Engpässen zu kommen. Sowohl von Frankreich als auch von Russland wurde der Hahn etwas zugedreht.

Trotzdem gibt sich der Minister für die wirtschaftliche Entwicklung, Corrado Passera zuversichtlich. „Wir überwachen die Lage“, erklärte er.

Durch die Notsituation aufgrund der Kälte und des Schnees wurde vermehrt Gas von Algerien und von Nord-Europa über die Schweiz angekauft. Bis Mittwoch soll es laut Auskunft des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds der ENI, Paolo Scaroni, keine Probleme geben.

Laut einem Sprecher aus Brüssel sei außerdem die EU-Kommission in Kontakt mit den italienischen Behörden, um eventuelle Notmaßnahmen zu ergreifen. Doch nicht nur Italien hat ein Problem. Auch Deutschland und Frankreich bekommen weniger Gas aus Russland.

Die Vorsitzende des Industriellenverbandes Confindustria, Emma Marcegaglia, zeigt sich über die Gaslieferungen nach Italien besorgt. Sie erklärte am Rande einer Konferenz, dass man nicht nur über Unternehmen agieren, sondern dass man Hand an die Gasreserven anlegen müsse.

Der nationale Zivilschutz schlug indessen erneut Alarm. Während es im Süden laut Wettervorehrsagen regnen soll, werden in der Ebene in den Abruzzen, in der Emilia Romagna, in Molise und Kampanien, in den Marken und in Apulien erneute Schneefälle erwartet. Eine neue Kältewelle aus Russland soll Italien überrollen. Auch in Rom wird vor Neuschnee gewarnt.

Von: mk

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