Italien
07.02.2012 22:28 Artikel drucken

Kapitän der Costa Concordia steht weiter unter Hausarrest - Video


Der Kapitän des vor der italienischen Insel Giglio havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia steht weiter unter Hausarrest. Das entschied ein italienisches Gericht am Dienstag.Die Richter in Florenz wiesen damit einen Antrag der Staatsanwaltschaft ab, die gefordert hatte, Francesco Schettino in ein Gefängnis zu bringen. Auch der Antrag der Verteidigung, Schettino freizulassen, wurde zurückgewiesen.Kapitän Schettino war einen Tag nach dem Unglück am 13. Januar verhaftet worden. Ihm werden mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und das Verlassen des Kreuzfahrtschiffes währden der Evakuierung vorgeworfen.Auf der Insel Giglio sahen die Menschen die Gerichtsentscheidung vom Dienstag mit gemischten Gefühlen:"Ich nehme an, dass die Richter das gut überlegt haben. Mit gefällt es nicht, weil jemand, der einen solchen Schaden angerichtet hat, dafür auch einen Preis zahlen sollte. Unter Hausarrest kann er weiter sein Leben in seinem eigenen Haus führen""Ich weiß nicht, ich glaube nicht, dass er der einzige ist, der dafür verantwortlich ist. Das habe ich schon immer gesagt. Sie sollten alle Anderen fragen, die auf der Brücke waren"Schettino hatte ausgesagt, die dichte Vorbeifahrt an der Insel Giglio sei von ihm erwartet worden. Die Costa-Reederei hatte dies zurückgewiesen.In der vergangenen Woche hatten die Behörden die Suche nach Opfern und Vermissten der Katastrophe offiziell für beendet erklärt. Bei dem Schiffsunglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben, bisher konnten aber erst 17 Tote geborgen werden.

Von: Reuters

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