Wirtschaft
07.02.2012 15:36 Artikel drucken

Konsumentenklima: Südtirol noch bei den Klassenbesten, aber…

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Österreich hat Südtirol wieder „überholt“
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Bozen - Zu Jahresauftakt 2012 zeigt sich das Konsumentenklima für Südtirol weiterhin rückläufig. Im Januar fiel die Abwärtsentwicklung sogar markanter aus als in den Vergleichsgebieten. Und dennoch: Gemessen am Niveau bleibt das Konsumentenklima in Südtirol über dem EU- und dem nationalen Schnitt. „Die von der römischen Regierung eingeleiteten Sparmaßnahmen mussten sich auch auf das Konsumentenklima in Südtirol auswirken. Die Politik auf lokaler Ebene ist gefordert alles zu unternehmen, um Kaufkraft und Vertrauen der Konsumenten zu stärken“, kommentiert Handelskammerpräsident Michl Ebner die Daten.

Im Januar 2012 hat sich das Konsumentenklima(*) für Südtirol ein weiteres Mal eingetrübt – eine Tendenz, die der nationalen Entwicklung folgt. Im Unterschied dazu befindet sich das Konsumentenklima in wichtigen Ländern wie Deutschland und Österreich, aber auch im Schnitt der EU-Länder, auf Erholungskurs.

Betrachtet man das Niveau des Vertrauensindikators, so fällt das Konsumentenklima aktuell in Deutschland am freundlichsten aus, gefolgt von Österreich, Südtirol, dem Schnitt der EU-Länder und Italien. In anderen Worten: Österreich hat Südtirol im Index zu Jahresauftakt 2012 wieder „überholt“.

Im Vergleich zur Oktober-Befragung haben sich in Südtirol im Januar drei von vier Indikatoren, die für die Berechnung des Konsumentenklimas herangezogen werden, abgeschwächt. Am deutlichsten davon, die Einschätzung der finanziellen Lage der eigenen Familie in den nächsten 12 Monaten. Auch die Erwartungen der Konsumenten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung des eigenen Landes tendieren für Südtirol im Vergleich zu den anderen Ländern stärker nach unten. Nahezu konstant geblieben sind die Einschätzungen über die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den nächsten 12 Monaten. Damit sollte die solide Lage am Südtiroler Arbeitsmarkt weitgehend anhalten. Nach Ansicht der Endverbraucher haben sich die Voraussetzungen, in den nächsten 12 Monaten Geld anzusparen, sogar verbessert. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Staatsanleihen derzeit mit ansprechenden Zinssätzen locken.

(*) Das WIFO erhebt das Konsumentenklima viermal im Jahr und zwar in den Monaten Januar, April, Juli und Oktober in Zusammenarbeit mit dem nationalen Statistikinstitut ISTAT. Dies bietet den Vorteil einer totalen methodischen Übereinstimmung und Vergleichbarkeit mit europäischen Konsumentenerhebungen. In Südtirol befragt werden 300 Haushalte.

Informationen erteilt das WIFO – Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen, Ansprechpartner Stefan Perini, Tel 0471 945 713, E-Mail: perini@handelskammer.bz.it.

Von: mk

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