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07.02.2012 10:56 Artikel drucken

Schlinig: 150 Meter lange Lawine erfasste vier Skitourengeher

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Einer wählte den Notruf
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Schlinig – Glück im Unglück hatten gestern am Vormittag kurz vor 12.00 Uhr vier Skitourengeher. Vier Männer wurden von einer Lawine verschüttet.

Bei den Betroffenen handelt es sich um den 37-jährigen Hannes Pobitzer und den 40-jährigen Bruno Zanella aus Mals sowie um den 37-jährigen Martin Veith aus Prad und den 74-jährigen Münchner Kurt Herizoch. Die Männer befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens in der Nähe der Sesvennahütte, die von Pobitzer geführt wird, auf einer Höhe von 2258 Metern.

Die Lawine war rund 30 Meter breit und erstreckte sich über eine Länge von 150 Metern. Die Tourengeher wurden von der weißen Wucht voll erfasst und gegen die Felsen geschleudert. Glücklicherweise überstiegen die Schneemassen, die in Bewegung geraten waren, nicht die Höhe von eineinhalb Metern.

Nach dem Lawinenabgang eilten ihnen die Bergrettung Mals, die Carabinieri mit einer Hundestaffel, der Aiut Alpin Dolomites und der Rettungshubschrauber Pelikan I zu Hilfe. Hannes Pobitzer hatte sich vorher selbst aus den Schneemassen befreien können und den Notruf 118 gewählt. Die Männer litten wegen der Minusgrade unter starker Unterkühlung und mussten erstversorgt werden.

Während der Mann aus Mals und Prad in das Meraner Krankenhaus kamen, wurden der Deutsche und ein weiterer in das Bozner Krankenhaus gebracht.

Sie schweben nicht in Lebensgefahr. Alle haben sich jedoch Brüche an den unteren und oberen Gliedmaßen sowie mehrere Traumas zugezogen. Laut den Carabinieri ist für den Lawinenabgang kein Dritter verantwortlich.

Von: mk

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