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Theater: Ist das die Liebe?
Brixen/Meran - Sofja ist achtzehn und Lev Tolstoi vierunddreißig, als er ihr einen Heiratsantrag macht. Es ist der Beginn einer Ehe, die 48 Jahre währt. Am Anfang herrscht Familienglück, am Ende viel Krieg und kein Frieden. Das bekannte Schauspielerpaar Brigitte Karner und Peter Simonischek – musikalisch begleitet von Hemma und Freya Tuppy (Klavier und Violine) – lesen aus dem Briefwechsel zwischen Lex Tolstoi und seiner Frau Sofia. Andrea Clemen hat das Dialogstück über das Lieben und Leiden verfasst. Special nach den Aufführungen: „Feuriges Dinner“ für alle, die es gerne etwas schärfer mögen (Infos und Anmeldung unter: 0471 313800).
„Ich bin so verliebt, ich erschieß mich.“ Die Beziehung zwischen Lev Nikolajewitsch Tolstoi und Sofja Andrejewna Tolstoja beginnt in großem Überschwang. Doch schon bald bekundet er, dass in seiner Liebe zu ihr eine „Ruhepause eingetreten“ sei. Für Sofja brachte die Ehe sechzehn Schwangerschaften und den Verzicht auf eine eigene, vielversprechende Dichterkarriere. Für Lev war Sofjas Liebe irgendwann nur noch mit einem Stoßseufzer zum Herrgott zu ertragen und mündete in den vielzitierten Satz: „Am Ende meines Lebens fürchte ich nur noch den Nobelpreis und meine Frau.“ Den Nobelpreis konnte der Autor allerdings abwenden. Und seine Todesstunde hat er ohne seine Frau verbracht.
Aus dem Briefwechsel zwischen den beiden und aus Tagebuchaufzeichnungen hat Andrea Clemen ein Dialogstück über das Lieben und das Leiden verfasst. Das Schauspielerpaar Brigitte Karner und Peter Simonischek wirft einen Blick in den Spiegel einer emotional aufgeladenen Ehe und findet sich im zeitlosen Kampf der Geschlechter wieder.
Die Aufführungen finden am 7. März im Forum Brixen und am 8. März im Stadttheater Meran statt und beginnen jeweils um 20.00 Uhr. Karten im Südtiroler Kulturinstitut und bei Athesia Ticket. Infos unter 0471 313800, im Internet: www.kulturinstitut.org .
Unterstützt wird das Gastspiel von Hypo Vorarlberg Leasing, subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.
Von: mk



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