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08.02.2012 16:28 Artikel drucken

Auf den Menschenhandel aufmerksam machen

lpa

Projekt "ALBA" läuft seit 2003
Foto: lpa

Bozen - "Es gibt ihn immer noch": Dieser Slogan ziert eine Postkarte, die zurzeit von den Sozialorganisationen des Projektes "ALBA" verteilt wird. Gemeint ist der Menschenhandel, dem mit einer neuen, von der Landesabteilung Familie und Sozialwesen unterstützten Kampagne entgegengewirkt werden soll.

Seit den 1990er Jahren hat sich der Handel mit Menschen – meist mit Einwanderern aus Nicht-EU-Ländern – ausgeweitet. Vorwiegend Frauen und Kinder werden mit falschen Versprechungen angelockt und zur Prostitution gezwungen oder als Billigarbeitskraft missbraucht. Südtirol ist als Durchzugsland ebenfalls vom Durchschleusen und der grausamen Ausbeutung von Menschen betroffen.

Mit dem seit 2003 angelaufenen  Projekt "ALBA", das als italienweites Vorzeigemodell vom Ministerium für Chancengleichheit mitfinanziert wird, setzt das Land Südtirol seit Jahren konkrete Schritte, um versklavten und ausgebeuteten Menschen den Ausstieg aus ihrer Zwangssituation zu ermöglichen. "Die Hilfe muss schnell und unbürokratisch erfolgen", so Soziallandesrat Richard Theiner. "Ziel ist es, dass die Betroffenen in sozialer und beruflicher Hinsicht wieder Fuß fassen und damit selbstständig und vor allem ohne Angst leben können."

Bisher konnten 45 ehemalige Prostituierte in das Projekt aufgenommen werden, die meisten davon fanden Wohnung und Arbeit. Die Kontaktaufnahme zu den Opfern des Menschenhandels erfolgt aufgrund der heiklen Umstände vor allem über Streetworker. Mit einer Postkarten-Kampagne sollen nun Betroffene, aber auch alle anderen Bürger, auf das Problem Menschenhandel aufmerksam und sensibilisiert werden.

Die in Grautönen gehaltene Postkarte zeigt die Menschen als mit einem Strichcode markierte Ware, mit einer Kette um den Hals. Auf der Rückseite der Karte befindet sich die kostenlose nationale Notrufnummer 800290290, die den Betroffenen, Bürgern, Diensten und Institutionen zur Verfügung steht. In Südtirol unterhält auch der Verein "Volontarius" eine rund um die Uhr besetzte Notrufnummer: 0471 402338.

Die Postkarten-Aktion wird von der Landesabteilung Familie und Sozialwesen, dem Ministerium für Chancengleichheit, dem ESF-Amt des Landes Südtirol, vom Verein "Volontarius" und der Vereinigung "La strada/der Weg" und dem Konsortium der Sozialgenossenschaften CONSIS unterstützt.

Von: mk

Kommentare

Den Menschenhandel organisieren doch gerade die Sozialämter und Schulen.Eltern werden als Unfähig beschrieben Kinder zu erziehen.Kinder werden Eltern und Familien-entfremdet,indem den Schülerinnen und Schülern mittels Theateraufführungen die Psyche verändert wird,dass Familie also eine Mann und Frau-Beziehung nicht wichtig ist.Eine Schwulen und Lesbenbeziehung hingegen ist wichtig und zu respektieren.Eine wohle gegen die Natur sprechende Art,und das alles stützen die Politiker mit Fördergeldern.
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