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Ensembleschutz Meran: Beschlussantrag der Grünen zeigt Wirkung
Meran - Mit großer Genugtuung nehmen die Grünen Merans die Ankündigung der Stadtverwaltung zur Kenntnis, gegen den Beschluss der Landesregierung zu rekurrieren, mit dem der Ensembleschutz in Meran aufgeweicht worden sei und drei Ensembles der Zone „Unterm Berg“ in der Verdistraße ausgeklammert worden seien. Sie begrüßen die Kehrtwende der SVP, die noch in der letzten Sitzung des Gemeinderates einen entsprechenden Antrag der Grünen abgelehnt habe.
Im Oktober 2011 fasste die Landesregierung den endgültigen Beschluss zur Eintragung der vom Gemeinderat ausgewiesenen Ensembles (Nr. 1486 vom 03.10.2011), heißt es im Grünen-Antrag, der zunächst abgelehnt wurde. Dabei habe die Landesregierung von den insgesamt 15 eingereichten Rekursen drei Rekurse angenommen, die alle den Ensemblekomplex „Unterm Berg“ in der Meraner Verdistraße betreffen. Es handle sich dabei um den Hof „Hotel Sittnerhof“ des Martin Brunner (Streichung der für den Erhalt des Ensembles vorgesehenen Ausweisung von Frei- und Grünflächen), des „Partaneshofes“ des Herrn Matthäus Ladurner (Hof, Stadel und Hotel), wo ebenfalls die aus Ensembleschutzgründen nötigen Frei- und Grünflächen gestrichen worden seien und schließlich um den „Ladurnerhof“ des Herrn Johannes Runggaldier (ebenfalls Verdistraße). Hier sei nicht nur die Streichung der Frei- und Grünflächen beschlossen worden, sondern das ganze Haus sei aus der Ensembleschutzliste mit der Begründung, dass es sich um keine „keine nennenswerte Schutzwürdigkeit“ handle, gestrichen worden.
Laut den Grünen sei dieser Beschluss der Landesregierung aus folgenden Gründen untragbar: Der Meraner Gemeinderat habe am 16. März 2011 mit überwiegenden Mehrheit (32 Ja, 5 Nein) alle Rekurse abgelehnt; ebenso habe der Sachverständigenbeirat für Ensembleschutz (Schreiben vom 21. September 2011) und die Landesraumordnungskommission am 22. September 2011 alle Rekurse abgelehnt.
Im Widerspruch zu diesen „demokratisch gefassten und fachlich begründeten Beschlüssen“ habe die Landesregierung drei Rekurse angenommen: Sie setze sich damit nicht nur über den Willen des Gemeinderates und der Fachkommissionen hinweg, sondern schaffe eine Ungleichheit bei der Anwendung der Kriterien des Ensembleschutz, so die Grünen. „Es ist untragbar, dass im Interesse der Allgemeinheit einige Bürger die ‚Lasten‘ des Ensembleschutzes auf sich nehmen, während für andere, die dann als Beherbergungsunternehmer besonders davon profitieren, die Regeln und Kriterien nicht gelten“, bemerkten die Grünen in ihrem Beschlussantrag.
Aus den dargelegten Gründen wurden der Bürgermeister und der Stadtrat aufgefordert, gegen den oben genannten Beschluss der Landesregierung Rekurs einzulegen.
Von: mk



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