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08.02.2012 16:01 Artikel drucken

Florian Scheiber mit Streckenrekord zum Abfahrtssieg

Hannes Thaler

Rennen war ein Hundertstelkrimi
Foto: Hannes Thaler

Reinswald – Der Österreicher Florian Scheiber hat am Mittwoch die Europacup-Abfahrt in Reinswald im Sarntal gewonnen. Wie schon in den vergangenen Jahren war der „Klassiker“ auf der Plankenhornpiste im Sarner Skigebiet ein Hundertstelkrimi, der zum ersten Mal mit einem Sieg eines ÖSV-Athleten endete.

Seit 2007 werden in Reinswald Europacup-Rennen der Männer ausgetragen und noch nie hat sich in der Königsdisziplin des Alpinen Skisports ein Athlet aus Österreich durchsetzen können. Diese Serie ging am Mittwoch mit dem Sieg Florian Scheibers zu Ende, der bei Kaiserwetter in 2.10,45 Minuten einen neuen Streckenrekord auf der 3650 Meter langen und top-präparierten Plankenhornpiste aufstellte.

„In den vergangenen beiden Jahren hatte ich es nicht immer leicht, mit vielen Verletzungen, die mich zurückgeworfen haben. Momentan läuft es bei mir aber einfach wieder super. Ich bin sehr glücklich, dass ich in Reinswald endlich auch einmal gewinnen konnte. Mein Dank gilt meinem Service-Mann, der mir super Skier vorbereitet hat“, sagte der strahlende Sieger Florian Scheiber im Zielraum.

Für Scheiber war es der erste Abfahrtssieg im Europacup in dieser Saison, nachdem er seit Jahreswechsel drei Siege im Super-G (in Meribel und zwei Mal in Santa Caterina Valfurva) gefeiert hatte und in der Abfahrt einmal Zweiter (Altenmarkt-Zauchensee) wurde. Für Scheiber war es der insgesamt sechste Sieg im Europacup, der zweite in der Abfahrt nach Bansko (Bulgarien) im Jahr 2008.

Der 24-jährige Scheiber – er kommt aus Sölden und gehörte bis zur vergangenen Saison zum A-Kader der österreichischen Nationalmannschaft – hatte im Ziel 0,09 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Frederic Berthold, der sich den zweiten Platz mit dem Schweizer Ralph Weber teilte. Johannes Kröll (ebenfalls Österreich) wurde mit 0,11 Sekunden Rückstand Vierter. Kröll hat in dieser Saison drei Abfahrten gewonnen. Josef Ferstl (Deutschland) und Manuel Kramer (Österreich) teilten sich indessen Rang fünf (+0,13).

Die österreichische Mannschaft war zum Auftakt der drei Rennen in Reinswald das Maß aller Dinge, denn es landeten gleich sechs Athleten des ÖSV-Teams in den Top Ten. Bester „Azzurro“ war Patrick Staudacher, der in 2.11,22 Rang elf belegte. „Staudi“, der Super-G-Weltmeister von 2007, hatte vor drei Jahren die Abfahrt sogar einmal gewonnen.

„Mit der Fahrt bin ich sehr zufrieden, es war richtig bärig zu fahren mit super Wetterbedingungen. Oben hat der Wind vielleicht eine kleine Rolle gespielt. Bis zur Mitte des Rennens war ich super unterwegs, unten habe ich dann ein wenig Zeit verloren“, analysierte Patrick Staudacher.

Die Europacup-Woche in Reinswald wird am Donnerstag mit der Super-Kombi fortgesetzt. Die Abfahrt beginnt um 10.00 Uhr, der Slalom drei Stunden später. Am Freitag endet die Veranstaltung im Sarner Skigebiet traditionsgemäß mit dem Super-G.


FIS Europacup in Reinswald, Endstand Abfahrt:

1. Florian Scheiber (AUT) 2.10,45
2. Frederic Berthold (AUT) 2.10,54
2. Ralph Weber (SUI) 2.10,54
4. Johannes Kröll (AUT) 2.10,56
5. Josef Ferstl (GER) 2.10,58
5. Manuel Kramer (AUT) 2.10,58
7. Patrick Schweiger (AUT) 2.10,61
8. Mario Karelly (AUT) 2.10,75
9. Douglas Hedin (SWE) 2.10,88
10. Nils Mani (SUI) 2.11,11
11. Patrick Staudacher (ITA/Pflersch) 2.11,22

Das Programm der Sarner Europacupwoche:

Donnerstag, 9. Februar 2012
10.00 Uhr: Abfahrt, Super-Kombi
13.00 Uhr: Slalom, Super-Kombi

Freitag, 10. Februar 2012
9.30 Uhr: Super-G

Von: mk

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