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08.02.2012 15:36 Artikel drucken

Förderung von heimischen Tiroler Produkten

stf

Landtag genehmigt Beschlussantrag von STF
Foto: stf

Bozen - Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit genehmigt, welcher die Verwendung von heimischen Tiroler Produkten aus der Europaregion Tirol in öffentlichen Einrichtungen vorsieht und somit kleine Wirtschaftskreisläufe fördert.

„Der Wirtschaftsstandort Tirol verfügt über ein vielfältiges Angebot regionaler Produkte aus Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk, die von höchster Qualität sind und mit nur kurzen Transportwegen zum Konsumenten gebracht werden können. All diese Produkte aus ganz Tirol stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich in vielfältiger Hinsicht. Dennoch wurde dieses gemeinsame Potential bisher nur spärlich genützt und allzu oft auf vermeintlich billigere Kilometerfresser-Produkte zurückgegriffen, die den regionalen Warenaustausch hemmen und stattdessen den Transitverkehr fördern“, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.

Jeder Euro, der für heimische Tiroler Produkte ausgegeben wird, komme hingegen wieder zurück und stärke somit den Wirtschafts- und Lebensraum in ganz Tirol. Insbesondere in öffentlichen Einrichtungen dürfe daher nicht länger allein der billigste Preis entscheidend sein, sondern es gelte auch die regionale Wertschöpfung, kurze Transportwege, Klimaschutz, Arbeitsplatzsicherung und die nachhaltige Landschaftsgestaltung zu berücksichtigen.

Der „Europäische Verbund Territorialer Zusammenarbeit - EVTZ“ wird durch den Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit nun mit einer Erhebung beauftragt, um all jene Bereiche zu eruieren, in denen eine gemeinsame Verwendung und Vermarktung heimischer Tiroler Produkte umgesetzt werden kann.

„In Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol und Welsch-Tirol sollen dann -auf der Basis der Erhebung der EVTZ- die Rahmenbedingungen für ein Bestbieterprinzip bei der Verwendung von heimischen Tiroler Produkten in öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden. Der Beschlussantrag stieß bei den italienischen Rechtsparteien im Landtag auf massive Ablehnung, da sie sich am Begriff ‚Tiroler-Produkte‘ störten. Dennoch wurde der Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit letztlich mit großer Mehrheit angenommen“, erklärt Knoll abschließend.

Von: mk

Kommentare

Marco hat recht, ist mir beim Lesen entgangen.

MfG
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@ Martin G. Trentino ist bei diesem Beschlussantrag dabei. Musst nur bis zum ende lesen, auch wenn es schwer fällt. Es heißt halt Welsch-Tirol, gemeint ist damit das Trentino...

"In Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol und Welsch-Tirol sollen dann -auf der Basis der Erhebung der EVTZ- die Rahmenbedingungen für ein Bestbieterprinzip bei der Verwendung von heimischen Tiroler Produkten in öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden."
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@carpe diem
Bin ebenfalls dazu bereit. Kaufe selbst oft ab Hof.Ich bezog mich auf einen Vorgang vor ein paar Jahren. Da wollte TirolMilch massiv auf den Südtiroler Markt drängen. meines Wissens bekommen die Viechbauern in Südtirol mehr Geld für ihre Milch als in Nordtirol. Man könnte das Netz noch etwas straffen. Aber viel ist nicht da drinnen.
Zum Rest: Meines Wissens(bitte gegebenenfalls um Korrektur) muß die Mila einen Teil der Milch in den Süden als Tankmilch verkaufen. Bauern, deren Sennereigenossenschaft fast alles selbst verarbeiten und an den Kunden bringen kann, bekommen für ihre Milch mehr Geld.

MfG
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Karl, bei Carezza gebe ich Dir vollkommen recht, wennschon Beides. Auch ich finde die Sarner Vorgangsweise gut. Allerdings, meines Wissens befindet sich Val Venosta sogar als Vorprontuaribegriff(bitte um Berichtigung falls nicht korrekt). Es ist ein großes Tal und selbst der Italienische Name ist sehr gebräuchlich. Ich bin dezidiert dafür daß die Produktbeschreibungen zweisprachig sein sollen. Daß Werbung dann auch zweisprachig sein soll ist ohnehin klar. Herr Ploner ist meiner Ansicht über das Ziel hinausgeschossen. Aber das ist wie immer eine persönliche Wertung. Übrigens, wo ich die erste Jännerwoche war, http://www.watles.net/:), die haben auch nur einen Namen. Und da bin ich auch einverstanden, gleich wie Obereggen.
Aber das würde ich von Fall zu Fall entscheiden.

MfG
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@Martin G
gut beobachtet und analysiert

in diesem Punkt bin ich aber nicht einverstanden:
"Bsw. die ruinöse Dumpingpolitik, die die Tirolmilch gegen Südtiroler Sennereibetriebe führte

Die Gewinnspanne zwischen Einkauf- und Verkaufspreis liegt in Südtirol viel zu hoch. Gebt den Bauern mehr Geld und ich bezahl euch gerne etwas mehr dafür.
Ob dann auch wirklich diese gesunde Milch von Südtiroler Bergbauernhöfen in der Verpackung ist, lass ich beim Anblick der Tanklastzüge vor der Mila etwas dahingestellt !
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@martin G. Peter hat sehr Recht, wenn er auf diese schleichende Italianisierung in unserer Werbung und unserer Produkte hinweist, die wir uns selber auferlegen und die nicht per Gesetz verordnet werden können. Da wird bei der Toponomastik um einzelne Namen gekämpft und wir selber (dem vermeintlichen Geld-Gewinn zu Liebe) verschlimmern alles freiwillig. Ein negatives Beispiel ist das Skigebiet „CAREZZA - SKI“ ( Ist Karersee oder Karerpass wirklich so schlimm, schämen wir uns unserer alten gewachsenen Namen etwa und müssen deshalb Tolomeis schändliche Erfindungen sogar als Werbung verwenden) und das positive Beispiel ist das Skigebiet „Reinswald „ in Sarntal , welches diesen Namen auch für die italienische Werbung benutzt und es fahren und finden trotzdem jede Menge Italiener nach Reinswald zum Skifahren. Ich wette sogar der Franco-Italia war schon da. Diese unnötigen, dummen Namensgebungen auch für andere Events und Produkt in Südtirol sind ein purer Blödsinn und der italienische Gast will sie gar nicht haben, da er ja die heimische Tiroler Kultur sucht und nichts anderes, so wie auch wir im Urlaub in fremden Ländern keine „Tiroler Speckstube„ mit Knödel und Kraut brauchen.
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Schön, jetzt müsste der Nord-Tiroler Landtag noch nachziehen.
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Iatz isch Valle Venosta a schun zu viel. ;(
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Kann mir Herr Knoll vielleicht sagen, wieviel "Tirol" insgesamt
Lebensmittel produziert (anbaut bzw.züchtet) die wir tagtäglich benötigen?
Ich schätze mal höchstens 5%!
Unsere gesamter Anbau von Getreide,(Weizen,Roggen,Mais,Reis...) würde uns keinen einzigen
Tag selbst versorgen!
Nur Milch,Milchprodukte,Wein, etwas Gemüse und Äpfel würde das reichen? Getreide und Fleisch (Speckproduktion) sowie Tierfutter wird aus aller Welt importiert um bei uns "einheimische" Lebensmittel produzieren zu können! Leider....
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Förderung von heimischen Tiroler Produkten -Der Landtag hat den entsprechenden Beschlußantrag der STF genehmigt.
( Nachricht -SN-08.02.2012 15:36)

Wird der Vinschgau nun wiederr deutsch?, Das heißt, bekommen wir jetzt wieder Äpfel aus dem Vinschgau, und nicht mehr -Mele della Valle di Venosta? Nicht mehr -Bontà delle Valli- Mele Golden- le buone mele delle nostre valli, sondern gute Äpfel mit Gütesiegel aus unserer Heimat?
Und glauben Sie, die Fa. Stuffer läßt sich nun auch bewegen, ihre Erzeugnisse in Deutsch zu beschriften?
(Peter Ploner)
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Kompliment für den Antrag!
Wenn man sich die Landtagssitzungen in Internet anschaut, sieht man, dass bei guten Sachthemen auch über die Pateigrenzen hinaus zusammengearbeitet wird. Auch eine gut arbeitende konstruktive Opposition ist enorm wichtig.
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Im Prinzip ein guter Beschlussantrag. Da muß ich die STF einmal loben. :)
In meiner Umgebung kann ich immer öfter beobachten, daß die Leute zu einheimischen Produkten greifen und auch gerne die Bauernmärkte besuchen. Ich tue es seit Jahren. Trotz Krise ist der Markt für solche Produkte da. Es ist umweltfreundlicher, die Qualität ist meist um Welten besser und man fördert auch die einheimische Wirtschaft. Ich habe kein Problem damit, daß man das Nordtirol(die ja eine ähnliche Produktstruktur haben) miteinbezieht. Miteinbeziehen sollte man aber auch das Trentino, wo sich ebenfalls Viele um gesunde und hochwertige, einheimische Produkte bemühen. Meines bescheidenen geschichtlichen Wissens sind die Welschtiroler bei "Tirol" ja dabei, oder etwa nicht? ;)
Einige Hindernisse und Verhaltensweisen der Vergangenheit muß man aber abstellen. Bsw. die ruinöse Dumpingpolitik, die die Tirolmilch gegen Südtiroler Sennereibetriebe führte. Das leider viel böses Blut gemacht hat. Der Weg bleibt aber weit. Wein aus Südtirol und dem Trentino wird in Nordtirol bsw. kaum getrunken. Trentingrana könnte man in Nordtirol ebenfalls bekannt machen. Nordtirols besondere Wurst- und Speckprodukte sind bsw. im Trentino unbekannt. Wichtig ist es die großen Ketten zu erreichen. Nur mit Abhofverkauf, kleinen Geschäften und Bauernmärkten bleibt die Initiative ein Tropfen auf dem heißen Stein.

MfG
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Gratulation;
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