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Förderung von heimischen Tiroler Produkten
Bozen - Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit genehmigt, welcher die Verwendung von heimischen Tiroler Produkten aus der Europaregion Tirol in öffentlichen Einrichtungen vorsieht und somit kleine Wirtschaftskreisläufe fördert.
„Der Wirtschaftsstandort Tirol verfügt über ein vielfältiges Angebot regionaler Produkte aus Landwirtschaft, Gewerbe und Handwerk, die von höchster Qualität sind und mit nur kurzen Transportwegen zum Konsumenten gebracht werden können. All diese Produkte aus ganz Tirol stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich in vielfältiger Hinsicht. Dennoch wurde dieses gemeinsame Potential bisher nur spärlich genützt und allzu oft auf vermeintlich billigere Kilometerfresser-Produkte zurückgegriffen, die den regionalen Warenaustausch hemmen und stattdessen den Transitverkehr fördern“, so der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll.
Jeder Euro, der für heimische Tiroler Produkte ausgegeben wird, komme hingegen wieder zurück und stärke somit den Wirtschafts- und Lebensraum in ganz Tirol. Insbesondere in öffentlichen Einrichtungen dürfe daher nicht länger allein der billigste Preis entscheidend sein, sondern es gelte auch die regionale Wertschöpfung, kurze Transportwege, Klimaschutz, Arbeitsplatzsicherung und die nachhaltige Landschaftsgestaltung zu berücksichtigen.
Der „Europäische Verbund Territorialer Zusammenarbeit - EVTZ“ wird durch den Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit nun mit einer Erhebung beauftragt, um all jene Bereiche zu eruieren, in denen eine gemeinsame Verwendung und Vermarktung heimischer Tiroler Produkte umgesetzt werden kann.
„In Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol und Welsch-Tirol sollen dann -auf der Basis der Erhebung der EVTZ- die Rahmenbedingungen für ein Bestbieterprinzip bei der Verwendung von heimischen Tiroler Produkten in öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden. Der Beschlussantrag stieß bei den italienischen Rechtsparteien im Landtag auf massive Ablehnung, da sie sich am Begriff ‚Tiroler-Produkte‘ störten. Dennoch wurde der Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit letztlich mit großer Mehrheit angenommen“, erklärt Knoll abschließend.
Von: mk



MfG
"In Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol und Welsch-Tirol sollen dann -auf der Basis der Erhebung der EVTZ- die Rahmenbedingungen für ein Bestbieterprinzip bei der Verwendung von heimischen Tiroler Produkten in öffentlichen Einrichtungen geschaffen werden."
Bin ebenfalls dazu bereit. Kaufe selbst oft ab Hof.Ich bezog mich auf einen Vorgang vor ein paar Jahren. Da wollte TirolMilch massiv auf den Südtiroler Markt drängen. meines Wissens bekommen die Viechbauern in Südtirol mehr Geld für ihre Milch als in Nordtirol. Man könnte das Netz noch etwas straffen. Aber viel ist nicht da drinnen.
Zum Rest: Meines Wissens(bitte gegebenenfalls um Korrektur) muß die Mila einen Teil der Milch in den Süden als Tankmilch verkaufen. Bauern, deren Sennereigenossenschaft fast alles selbst verarbeiten und an den Kunden bringen kann, bekommen für ihre Milch mehr Geld.
MfG
Aber das würde ich von Fall zu Fall entscheiden.
MfG
gut beobachtet und analysiert
in diesem Punkt bin ich aber nicht einverstanden:
"Bsw. die ruinöse Dumpingpolitik, die die Tirolmilch gegen Südtiroler Sennereibetriebe führte
Die Gewinnspanne zwischen Einkauf- und Verkaufspreis liegt in Südtirol viel zu hoch. Gebt den Bauern mehr Geld und ich bezahl euch gerne etwas mehr dafür.
Ob dann auch wirklich diese gesunde Milch von Südtiroler Bergbauernhöfen in der Verpackung ist, lass ich beim Anblick der Tanklastzüge vor der Mila etwas dahingestellt !
Lebensmittel produziert (anbaut bzw.züchtet) die wir tagtäglich benötigen?
Ich schätze mal höchstens 5%!
Unsere gesamter Anbau von Getreide,(Weizen,Roggen,Mais,Reis...) würde uns keinen einzigen
Tag selbst versorgen!
Nur Milch,Milchprodukte,Wein, etwas Gemüse und Äpfel würde das reichen? Getreide und Fleisch (Speckproduktion) sowie Tierfutter wird aus aller Welt importiert um bei uns "einheimische" Lebensmittel produzieren zu können! Leider....
( Nachricht -SN-08.02.2012 15:36)
Wird der Vinschgau nun wiederr deutsch?, Das heißt, bekommen wir jetzt wieder Äpfel aus dem Vinschgau, und nicht mehr -Mele della Valle di Venosta? Nicht mehr -Bontà delle Valli- Mele Golden- le buone mele delle nostre valli, sondern gute Äpfel mit Gütesiegel aus unserer Heimat?
Und glauben Sie, die Fa. Stuffer läßt sich nun auch bewegen, ihre Erzeugnisse in Deutsch zu beschriften?
(Peter Ploner)
Wenn man sich die Landtagssitzungen in Internet anschaut, sieht man, dass bei guten Sachthemen auch über die Pateigrenzen hinaus zusammengearbeitet wird. Auch eine gut arbeitende konstruktive Opposition ist enorm wichtig.
In meiner Umgebung kann ich immer öfter beobachten, daß die Leute zu einheimischen Produkten greifen und auch gerne die Bauernmärkte besuchen. Ich tue es seit Jahren. Trotz Krise ist der Markt für solche Produkte da. Es ist umweltfreundlicher, die Qualität ist meist um Welten besser und man fördert auch die einheimische Wirtschaft. Ich habe kein Problem damit, daß man das Nordtirol(die ja eine ähnliche Produktstruktur haben) miteinbezieht. Miteinbeziehen sollte man aber auch das Trentino, wo sich ebenfalls Viele um gesunde und hochwertige, einheimische Produkte bemühen. Meines bescheidenen geschichtlichen Wissens sind die Welschtiroler bei "Tirol" ja dabei, oder etwa nicht? ;)
Einige Hindernisse und Verhaltensweisen der Vergangenheit muß man aber abstellen. Bsw. die ruinöse Dumpingpolitik, die die Tirolmilch gegen Südtiroler Sennereibetriebe führte. Das leider viel böses Blut gemacht hat. Der Weg bleibt aber weit. Wein aus Südtirol und dem Trentino wird in Nordtirol bsw. kaum getrunken. Trentingrana könnte man in Nordtirol ebenfalls bekannt machen. Nordtirols besondere Wurst- und Speckprodukte sind bsw. im Trentino unbekannt. Wichtig ist es die großen Ketten zu erreichen. Nur mit Abhofverkauf, kleinen Geschäften und Bauernmärkten bleibt die Initiative ein Tropfen auf dem heißen Stein.
MfG