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08.02.2012 19:33 Artikel drucken

Mette-Marit eröffnet Munch-Ausstellung


Er gilt als bahnbrechend für den Expressionismus, sein Bild "Der Schrei" ist berühmt wie nur wenige andere. Eine Vielzahl seiner Werke aber sind eher unbekannt. Mit "Edvard Munch - Der moderne Blick" hat die Frankfurter Schirn Kunsthalle nun eine Ausstellung nach Deutschland gebracht, die das Spätwerk des Norwegers in den Vordergrund rückt - und dabei das Potenzial zu einem echten Publikumsmagneten hat.Zum Auftakt am Mittwochabend kam sogar königlicher Besuch angereist: Denn niemand geringeres als die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit eröfnete die Schau ihres berühmten Landsmannes.O-ton Mette-Marit:"Die Ausstellung beweist einmal wieder, dass ich kein Lieblingsbild von Munch brauche. Es ist viel wichtiger, die verschiedenen Phasen zu sehen, die Munch erforscht hat. Denn, dass all seine Bilder so viel über das Leben aussagen, das ist es, was ich am interessantesten finde."Im Pariser Centre Pompidou konnte die Ausstellung fast 500.000 Besucher anlocken und war damit eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Museums. Rund 140 Werke der wenig bekannten Munch-Arbeiten werden nun bis Mitte Mai in Frankfurt gezeigt. Und Schirn-Direktor Max Hollein hofft natürlich auf einen vergleichbaren Erfolg, und das, obwohl "Der Schrei" und ähnliche Werke eben gerade nicht gezeigt werden.O-ton Hollein:"Ich glaube, die Popularität von Munchs Werk kommt natürlich daher, dass er die innere Seele des Menschen ergründet hat. Dass er sozusagen unsere Daseinszustände, unsere sozusagen die Schwierigkeiten des menschlichen Daseins in eine Bildform gebracht hat, die uns ungemein bewegt. Und dass er diese Motive nie verlassen hat. Dass er im Grunde sich an den grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz Zeit seines langen Lebens als Künstler auf ungemein beeindruckende Weise abgearbeitet hat."Nach Paris und Frankfurt wandert die Ausstellung nach London, wo sie im Tate Modern ab Ende Juni zu sehen sein wird.

Von: Reuters

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