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Andreas-Hofer-Gedenken: Aufruf von STF und FH
Bozen - Das kommende Wochenende steht ganz Tirol im Zeichen des Gedenkens an den Tod von Andreas Hofer, am 20. Februar 1810. Von Kufstein bis Salurn, sowie in den letzten Jahren auch zunehmend wieder in Welsch-Tirol, werden Feierlichkeiten zum Gedenken an den Tiroler Freiheitshelden organisiert. Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit ruft daher alle Tiroler Landsleute dazu auf, sich an den Andreas-Hofer-Feiern zu beteiligen und die Tiroler Fahne zu hissen.
Andreas Hofer und die Freiheitskämpfer von 1809 haben auch nach über 200 Jahren noch immer ihren fixen Platz in der Tiroler Gesellschaft und einen somit das derzeit geteilte Tirol über alle Staats- und Sprachgrenzen hinweg.
Die Feierlichkeiten am kommenden Sonntag sollen daher nicht nur dem Gedenken an den Tod von Andreas Hofer dienen, sondern auch dem Bewusstsein dafür, wofür diese Menschen gekämpft haben. Andreas Hofer und die Freiheitskämpfer von 1809 sind Vorbilder für die Freiheit und Einheit Tirols, die sich nicht von der Politik vorschreiben ließen, was möglich oder unmöglich sei, so die Südtiroler Freiheit.
Die Süd-Tiroler Freiheit ruft dazu auf, den Andreas-Hofer-Gedenktag dazu zu nützen, um sich Gedanken über eine Zukunft Süd-Tirols ohne Italien zu machen. „In ganz Tirol ist letzthin wieder ein verstärktes Identitätsbewusstsein zu verzeichnen, dass sich besonders bei der Jugend manifestiert. Immer mehr Menschen fangen an, die Ist-Situation kritisch zu hinterfragen und wünschen sich neue Perspektiven für eine freie und selbstbestimmte Zukunft“, so die Süd-Tiroler Freiheit.
Leitner: Andreas-Hofer-Gedenkfeiern brauchen Grundkonsens
Der freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Pius Leitner, ruft die Bevölkerung auf, zahlreich an den Andreas-Hofer-Gedenkfeiern im ganzen Land teilzunehmen und ein Bekenntnis zur Heimat abzulegen. Gleichzeitig warnt er vor parteipolitischem Missbrauch und vor schablonenhaften Null-acht-fünfzehn-Veranstaltungen, die teilweise mehr lästige Pflichterfüllung als Ausdruck von Geschichtsbewusstsein und gesundem Patriotismus seien.
„Das Beflaggen der Häuser mit Tiroler Fahnen ist der äußere Ausdruck der inneren Gesinnung, auf die es ankommt. Wir müssen uns alle fragen, ob wir mit Form und Inhalt der jährlichen Andreas-Hofer-Gedenkfeiern dem erklärten Ziel, zeitgerechter Heimat- und Freiheitsliebe zu vermitteln, annähernd gerecht werden. Besonders die Jugend sollte nach meiner Überzeugung mehr eingebunden werden. Warum werden nicht mehr junge Menschen als Gedenkredner gebucht? Warum werden nicht Schulklassen eingebunden? Dadurch würden sich mehr Jugendliche mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen und gleichzeitig würden Gedenkfeiern lebendiger und zeitnaher. Es mag widersprüchlich klingen, aber ich bin davon überzeugt, dass Jugendliche besser als mancher Politiker und Verantwortungsträger Werte vermitteln können, wie sie Andreas Hofer und seine Mitstreiter sowie herausragende Frauen und Männer nachfolgender Generationen gelebt haben. Wenn Worte und Taten bzw. gelebte Werte aktuell handelnder Personen wieder im Einklang stehen, wird sich der Wert von Gedenkveranstaltungen wieder steigern. Das würde uns in Zeiten von Finanz-. Wirtschafts-, Glaubens- und Sinnkrisen gut bekommen“, so Leitner.




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