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Andreas-Hofer-Landesfeier in Meran - Ehrungen - Video

Andreas Hofer Gedenkfeier
Foto: schuetzen.com - Fritz Tiefenthaler bei seiner Ansprache
Meran – Am Sonntag fand die traditionelle Landesgedenkfeier für Andreas Hofer, Landesoberkommandant der Tiroler während der Freiheitskriege im Jahre 1809 gegen die Franzosen und Bayern, in Meran statt.
Die außerordentlich gut und straff organisierte Gedenkfeier begann um 14:00 Uhr mit der Aufstellung der rund 1000 Schützen und Marketenderinnen in der Meraner Freiheitsstraße zwischen Kurhaus und Theaterplatz. Schon bei der Frontabschreitung wurde ein Zeichen für die Tiroler Landeseinheit gesetzt, denn alle drei Landeskommandanten Mjr. Elmar Thaler (SSB), Mjr. Fritz Tiefenthaler (BTSK) und Mjr. Paolo Dalprà (WTSB) erwiesen den angetretenen Kompanien und Abordnungen die Ehre. Wie jedes Jahr säumten zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger die mit Tiroler- und Schützenfahnen beflaggte Meraner Freiheitsstraße, als sich der lange Schützenzug Richtung Andreas-Hofer-Denkmal in Bewegung setzte. Den donnernden Trommelschlag der einzelnen Bezirksformationen soll man bis in die Nachbargemeinden Merans vernommen haben.
Pünktlich um 15:00 Uhr konnte der Südtiroler Landeskommandant Mjr. Elmar Thaler die Gedenkfeier offiziell mit der Begrüßung der erschienenen Ehrengäste beginnen. Namentlich begrüßt wurden der Meraner Bürgermeister Günther Januth, der Abgeordnete zum Römischen Parlament Karl Zeller, die Landtagsabgeordneten Ulli Mair, Eva Klotz, Pius Leitner, Sven Knoll und Sigmar Stocker sowie der Ehrenobmann des Südtiroler Heimatbundes Sepp Mitterhofer. Bei den Schützenkameraden begrüßte der Landeskommandant den neuen Landeskuraten P. Christoph Waldner OT und die beiden Landeskommandanten Fritz Tiefenthaler (BTSK) und Paolo Dalprà (WTSB) sowie alle erschienenen Mitglieder der Bundesleitungen.
In seiner Predigt zum anschließenden Wortgottesdienst ging P. Christoph Waldner OT auf die Persönlichkeit von Andreas Hofer ein. „Wenn die Zeiten schlecht werden, wird der Ruf nach Erlösung lauter“, so Pater Waldner. Das sei zu allen Zeiten so gewesen, ebenso der Ruf nach starken Männern und Frauen, die aber selten das in ihnen gesetzte Vertrauen gerechtfertigt hätten. Hinterher sei das Chaos immer viel größer gewesen. Das trifft auch auf Andreas Hofer zu. Aber es sei gerade dieser Misserfolg, der Andreas Hofer zum Helden macht und nicht die gewonnen Schlachten auf dem Bergisel oder die Regentschaft als Oberkommandant von Tirol , meinte Pater Waldner. „Wenn wir Erlösung suchen, dann nicht in erster Linie durch Menschen, denn die Erwartungen in sie sind trügerisch. Wenn wir Erlösung suchen, dann beim Herrn unserer ewigen Heimat, bei dem, in den wir alle Hoffnung setzen, bei dem, der sich um uns sorgt. Wenn wir Hilfe erwarten, dann in erster Linie von Jesus Christus, denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Andreas Hofer hat darauf vertraut und wurde darüber zum Helden. Wir sollen darauf vertrauen, und so wieder wahre Tiroler werden“, schloss Pater Christoph seine Predigt.
Auch Mjr. Fritz Tiefenthaler befasste sich in seiner Gedenkansprache mit der vielseitigen Person Andreas Hofer, ebenso mit den dazugehörenden Widersprüchlichkeiten und geschichtlichen Interpretationen. „Hofer als erfolgreicher Antreiber der Tiroler für den Freiheitskampf und Hofer als Verzweifelter in der Gefangenschaft, die Tapferkeit Hofers im Angesicht des Todes und der getriebene Hofer zwischen der Friedens- und der Kriegspartei, Hofer als oberster Richter, der Todesurteile gegen Abtrünnige fällt und Hofer als gottesfürchtiger Mann. Andreas Hofer sei ein Mensch mit Stärken und Schwächen gewesen und deshalb müsse man ihm Respekt zollen“, so Landekommandant Mjr. Tiefenthaler. „In dieser Weise gefestigt im Bekenntnis zu Andreas Hofer und zur Geschichte der eigenen Heimat und im Bestreben treu zu den Grundsätzen eines christlichen Weltbildes zu stehen, müsse man die Objektivität suchen und mit Offenheit anderen Meinungen begegnen. Die Zusammenarbeit der drei Tiroler Schützenbünde müsse auf einen Grundkonsens aufgebaut werden. Jeder Bund müsse Verständnis für die Zielsetzungen der beiden anderen Bünde aufbringen. In diesem Sinne unterstütze der Bund der Tiroler Schützenkompanien den Südtiroler Schützenbund beim Unterfangen, die Ortsnamenregelung einer historischen und gerechten Lösung zuzuführen sowie bei der Forderung, die faschistischen Relikte endlich zu beseitigen“. Mjr. Tiefenthaler rief schließlich alle Besucher der Gedenkfeier dazu auf, wieder die gemeinsame Marke Tirols zu propagieren und landeseigene Egoismen zurückzustellen. Die unterschiedlichen Entwicklungen in den drei Tiroler Landesteilen dürften keine eigenen Identitäten schaffen. Es müsse so wie bei den Trauerfeierlichkeiten für den im Sommer 2011 verstorbenen Kaisersohn Otto von Habsburg sein, als es als selbstverständlich galt, dass die drei Schützenbünde ein gemeinsames Tirol repräsentierten.
Landeskommandant Mjr. Elmar Thaler bedankte sich zum Abschluss der Feier bei der Ehrenkompanie Meran, die unter dem Kommando von Hauptmann Renato des Dorides nach dem Evangelium und bei der Heldenehrung jeweils eine Ehrensalve abfeuerte sowie bei der Musikkapelle Saltaus mit Obmann Elmar Ladurner für die musikalische Gestaltung der gesamten Gedenkfeier. Bezirksmajor Helmut Gaidaldi dankte der Landeskommandant für die starke Beteiligung der Kompanien des Bezirkes Burggrafenamt-Passeier.
Nach der Kranzniederlegung vor dem Andreas-Hofer-Denkmal und dem Abspielen der Tiroler Landeshymne setze sich der Schützenzug in Richtung Meraner Kurmittelhaus in Bewegung, wo der nächste Festakt, nämlich die Ehrung von verdienten Schützen und Marketenderinnen durch den Südtiroler Schützenbund folgte.
Mehr Bilder unter http://www.flickr.com/photos/<wbr></wbr>schuetzenbund/sets/<wbr></wbr>72157629396871009/
Die Namen der Geehrten:
Verdienstmedaille in Gold:
Paul Bacher, Bozen
Verdienstmedaille in Silber:
Sigmar Stocker, Terlan
Karl Marmsoler, St. Ulrich
Walter Bonora, Margreid
Verdienstmedaille in Bronze:
Luis Morandell, Bozen
Herbert Lutz, Deutschnofen
Christian Lanz, Terlan
Manfred Unterrainer, Terlan
Sepp Thaler, Schenna
Albert Steiner, Tartsch
Hanni Zwischenbrugger, Radein
Erich Tschisner, Villnöss
Albert Messner, Afers
Norbert Grünfelder, Lüsen
Alfred Molling, Lüsen




Du kannst dann von "Sityroller" sprechen!
Stimme Dir zu , aber das Land Tirol kann nur über den
Freistaat Südtirol
wieder zu einem Ganzen Tirol zusammenwachsen.
Und zwar in Eintracht mit Allen 3 Sprachgruppen.
HT
der Schütze: ein Fels in der Brandung.
Jene, die bei jeder Vorsprache ihrerseits auf den Tränensatz Toleranz und Gleichheit, Gerechtigkeit drücken, stoßen bereits beim Anblick einer Tracht schon an die eigene Grenze ihrerseits.
Da haben Alpini und Schützen sicher Gemeinsamkeiten.
Los von Italien. Freiheit für Süd-Tirol