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Freiheitliche Jugend schreibt Brief an Andreas Hofer
Bozen - Der Landessprecher der freiheitlichen Jugend nimmt Stellung zu den Feierlichkeiten rund um Andreas Hofer am 20. Februar. Dabei bedauert er, dass der Figur des Tiroler Volkshelden unter dem Jahr kaum Bedeutung beigemessen werde. Demanega verpackt seine Kritik in einem Brief an Andreas Hofer selbst.
Der Brief im Wortlaut:
"Lieber Andreas Hofer,
für Dich ist es jährlich um den 20. Februar herum sicher nicht leicht: Das ganze Jahr über vergisst man Dich. Dann, am 20. Februar holt man Dich aus den verstaubten Geschichtsbüchern und aus der Mottenkiste heraus, weil landauf, landab die großen Andreas-Hofer-Feiern anstehen, für die sich unser Land und unsere Landsleute schick herausputzen. Zumindest für einen einzigen Tag sind wir dann alle „Tiroler“. Was man an diesem Tag dann nicht alles hört. Andreas Hofer wird dann Symbol für dies und für jenes, für alles nur Erdenkliche. Für Südtirol und die Provinz Bozen. Für Toleranz und Weltoffenheit. Für Frieden und Wohlstand. Für Fortschritt und Modernität. Für die SVP und die Landesregierung. Jährlich inszeniert man die große „Tirol-Show“, in deren Mittelpunkt Du dann stehst. Meistens bleibt aber alles nur bei diesem einen Tag. Denn am Tag danach stehen schon wieder die Geschäfte an. Man würde ja gerne auch noch darüber hinaus „Tiroler“ sein. Leider hat man aber keine „Zeit“ dafür…
Lieber Sandwirt, lieber Andreas Hofer! Dein wahres Wirken, Deinen wahren Charakter, Deinen wahren Wert für unser Land verschweigt und interpretiert man an jedem Todestag beliebig um. Klar doch: Jemand wie Du, der passt ganz einfach nicht in unser Land und in unsere Zeit. „Freiheitskämpfer“ wollen und brauchen wir heute nicht. „Freiheitskämpfer“, die in Deinem Sinne handeln, sind heute „Zündler“ und „radikale Populisten“: Unerwünscht, verfemt, im Abseits. Sie schaden den Geschäften. Uns interessieren ja heute nur noch die Geschäfte. Für den Wohlstand verkaufen wir heute unsere Landschaft, unsere Werte, unsere Ortsnamen, unseren Charakter und unsere Identität, ja unser ganzes Land. Manch einer will sogar schon mit Italien über den Preis unseres Landes verhandeln und sich Kompetenzen „erkaufen“. Das waren noch Zeiten, als man so wie zu Deiner Zeit noch für das Wohl und Recht unseres Landes zusammen eingestanden ist, als man gemeinsam für Recht und Gerechtigkeit und unser Land gekämpft hat! Der „Zusammenhalt“ bezieht sich heute nicht mehr auf das Wohl unseres Landes, sondern nur noch auf Interessen, auf die Machtlogik und auf Parteiangelegenheiten. Der „Zusammenhalt“ dient heute einzig und allein der Machtabsicherung einiger weniger. Um Inhalte, um Orientierung, um Charakterfestigkeit geht es heute nicht mehr. Weder unterm Jahr, noch am 20. Februar. So lässt man also jährlich am Andreas-Hofer-Sonntag jemanden wie Dich „auferstehen“, dessen wahren Geist man längst nicht mehr "aushält" in einer Zeit wie der unsrigen. Man tröstet sich höchstens noch damit, dass man aus Dir dann ein Symbol für alles nur Erdenkliche macht. Meistens projiziert man Dich in die heutige Zeit und versucht sich durch irgendeine abstruse Interpretation selbst moralische Legitimation zu verleihen, indem man Dich förmlich sagen lässt: „Richtig so, weiter so!“ Um den eigentlichen Andreas Hofer geht es dabei nur noch rein formell. Langsam aber sicher gehen jetzt aber auch die heurigen Andreas-Hofer-Feierlichkeiten wieder zu Ende, und es ist dann wieder vorbei. Man lässt Dich dann ein Jahr lang ruhen. Um Dich dann im kommenden Jahr wieder für die eigenen Interessen einzuspannen.
Bis zum nächsten Jahr, lieber Andreas Hofer!"



weil de wos on der regierung sein, net die schneid dafir hobn. gian tats geua, schaungn mor ins lai schottlond un ...
es isch a vorbild für mi von dr damalign zeit!
es sollte uan obo a bewusst sein, dass des wos er getoun hot heint zi toug it mear sou uanfoch la mer gang