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Boykott deutscher Waren
Eine griechische Verbraucherschutzorganisation hat zum Boykott deutscher und niederländischer Produkte aufgerufen.
Wenn es nach der griechischen Verbraucherschutzorganisation INKA geht, sollen in den Einkaufskörben der Griechen in nächster Zeit keine deutschen oder niederländischen Produkte landen. INKA hat am Montag zu einem Boykott dieser Waren aufgerufen. Stattdessen, so die Organisation, sollten die Griechen heimische Produkte kaufen. Damit wolle man sich nicht gegen die Bevölkerung Deutschlands oder der Niederlande wenden, versicherte Fotis Spiropoulos von INKA. Vielmehr wehre man sich gegen politischen Druck.O-Ton Fotis Spiropoulos:"Der Grund für unsere Initiative ist die Wirtschaftspolitik, die die Deutschen und die Niederländer vertreten und die damit verbundenen harten Maßnahmen, die sie uns aufzwingen."Das deutsch-griechische Verhältnis ist derzeit nicht das beste, der Ton zwischen den beiden EU- und Euro-Partnern hat sich in den vergangenen Wochen verschärft, auf beiden Seiten. Der griechische Präsident Karolos Papoulias schien vielen Menschen in seinem Land aus dem Herzen zu sprechen, als er in der vergangenen Woche empört sagte, er wolle sein Land nicht vom deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble beleidigen lassen.Diese Frau sieht das genauso:O-Ton Frau:"Ich finde den Boykottaufruf nicht übertrieben. Ich habe mir das auch selbst schon vorgenommen. Sie beleidigen uns, ohne dass wir das verdient haben."Aber es gibt auch andere Meinungen :O-Ton Mann:"Ich stimme nicht zu. Wir unterhalten seit vielen Jahren Beziehungen zu Deutschland, sie importieren unsere Produkte und wir ihre. Solche Aktionen führen doch zu nichts."Es bleibt abzuwarten, wie und ob der Boykottaufruf von der griechischen Bevölkerung angenommen wird.KEYWODS: GRIECHENLAND, BOYKOTT
Von: Reuters


