Südtirol (Vermischtes)
22.02.2012 16:36 Artikel drucken

Bozen - Stadtgärtnerei: Arbeit im Rhythmus der Natur

Bozen - Die Tage werden spürbar milder, und bald schon wird die Stadtgärtnerei damit beginnen, die ersten Blumenbeete neu zu bepflanzen.
Die Stadtgärtnerei passt ihre Arbeitsabläufe den Erfordernissen der Natur an, was bedeutet, dass im Winter Holzarbeiten durchgeführt werden, im Frühling dann mit den Neubeflanzungen begonnen wird und je nach Blüte die Wartungsarbeiten an den Bäumen beginnen, während dann im Herbst die Ernte ansteht.

"Die Stadtgärtnerei ist eine der wichtigsten Einrichtungen der Stadt", sagt Vizebürgermeister Klaus Ladinser, sie arbeite im direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern und "trägt entscheidend zur Gestaltung der Stadt bei. Außerdem sorgt sie für die Instandhaltung aller Grünflächen und Promenaden, was keine kleine Aufgabe ist", so der Vizebürgermeister. Dabei gehe es um die Erhaltung und damit einhergehend die ständige Verjüngung der Pflanzen.

Die Stadtgärtnerei betreut im Stadtgebiet 1,2 Millionen Quadratmeter (120 Hektar) Grünfläche, davon sind 2.500 Quadratmeter Blumenbeete, dazu kommen Grünflächen in Parks, an Radwegen, auf Spielplätzen, Grünflächen entlang der Straßen, auf Verkehrsinseln usw., Grünflächen auf Schulhöfen,  botanische Gärten,  Friedhöfe das Weingut und der Wald bei Runkelstein.
38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen rund ums Jahr für das Pflanzen und Bewässern, das Erneuern und Kontrollieren des gesamten städtischen Pflanzenbestandes von der Primel bis zur Platane.

Allein zum Frühlingsbeginn werden Zehntausende von Blumen gepflanzt, die mit ihren Farben Freude bringen. 12.000 Bäume werden von der Stadtgärtnerei rund ums Jahr instand gehalten, davon sind 6.000 Bäume im Baumkataster erfasst, der künftig auch online einsehbar sein soll.

Bäume, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen entfernt werden müssen, werden umgehend durch neue Pflanzen ersetzt. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 80 Bäume gefällt und 104 neue Bäume gesetzt. Eine durchaus grüne Bilanz.

Ein neuer Baum wird mit einer Stammgröße von 16 bis 18 Zentimeter eingepflanzt, ein Jahr braucht er dann, um den Verpflanzungsschock auszuwachsen, erläutert die Leiterin der Stadtgärtnerei, Ulrike Buratti, in den folgenden drei bis fünf Jahren werde er dann langsam erwachsen. "Die Lebensdauer eines Baumes hängt von der Art und von seinem Lebensraum ab", so Ulrike Buratti, "der Lebensraum Stadt ist für Bäume aber nicht ideal, weil ihnen der Platz fehlt, sich richtig zu entfalten und weil Sicherheitsbestimmungen einzuhalten sind."

Trotzdem habe Bozen beispielsweise nach wie vor eine ganze Reihe von Alleen (Venedigerstraße, Bahnhofsalle, Prinz-Eugen-Allee, Carduccistraße, um nur ein paar zu nennen), die wie der gesamte restliche Baumbestand gehegt und gepflegt und vor allem auch verjüngt werden, um den städtischen Baumbestand am Leben zu erhalten.

Von: mk

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