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22.02.2012 18:10 Artikel drucken

NAS-Beschlagnahmung dank Labor für Lebensmittelanalysen der Umweltagentur

lpa

Potenzpillen im Wert von 570.000 Euro sorgten für Wirbel
Foto: lpa

Bozen - Die Sondereinheit der Carabinieri gegen Lebensmittelverfälschung NAS von Trient hat in ganz Italien über 50.000 Pillen zur Steigerung der männlichen Potenz im Wert von 570.000 Euro beschlagnahmt. Dass dies gelingen konnte, ist im Wesentlichen den Analysen des Labors für Lebensmittelanalysen der Landesumweltagentur in Bozen zu verdanken.

Wie Direktor Luca D'Ambrosio erklärt, verfügt das Labor für Lebensmittelanalysen seit Herbst 2011 über ein LC/MS-Gerät LTQ Orbitrap XL. "Keine andere Umweltagentur Italiens besitzt derzeit dieses Gerät, weshalb das Labor für Lebensmittelanalysen in Bozen ein Bezugspunkt für die NAS aus ganz Norditalien geworden ist, wenn es um derartige Fälle geht", unterstreicht D'Ambrosio. Während bisher nur nach bestimmten Substanzen gesucht werden konnte, erlaubt das Gerät nun die Überprüfung von "Produkt-Anomalien", auch wenn nicht bekannt ist, nach welchen Zusatzmitteln gesucht werden muss. Im vorliegenden Fall der potenzsteigernden Pillen auf Basis "natürlicher" Produkte verbargen sich in den Kapseln Imitate desselben Wirkstoffs wie jener, der bei Viagra-Tabletten zum Einsatz kommt.

Mit Kosten in der Höhe von 400.000 Euro sei das LC/MS-Gerät eine bedeutende Investition gewesen, betont D'Ambrosio. Mit ihm käme man aber Produktfälschungen wesentlich schneller auf die Spur. Über ähnliche Geräte verfügen nur vereinzelte Forschungseinrichtungen und Pharmakonzerne in Italien.

Bereits im Jahr 2010 konnte dank der Analysen des Landeslabors die Beschlagnahmung von Diät-Pillen mit gesundheitsgefährdenden Wirkstoffen erfolgen. "Derart gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe waren mir bis dahin in meiner Berufslaufbahn in Nahrungsergänzungsmitteln noch nie untergekommen", erinnert sich Luca D'Ambrosio. Er appelliert daher an die Bürger, vor allem bei Online-Käufen von "Wunder-Mitteln" Vorsicht walten zu lassen. Häufig würden die als "Naturprodukte" verkauften Mittel pharmazeutische Wirkstoffe enthalten, die gesundheitsgefährdend sein können. "Der Online-Kauf ist zudem keiner Kontrolle unterworfen und Reklamationen sind bei eventuellen Schäden meist nicht möglich", so der Amtsdirektor, der ergänzt, dass das Labor für Lebensmittelanalysen bereits an der Analyse weiterer verdächtiger Nahrungsergänzungsmittel arbeite.

Von: lpa

Kommentare

wirklich interessant mit wos man sich heitzutog die millionen verdienen konn :-D

und no eppas gfollt mirno viel besser:

"Potenzmittel unter Aufsicht der "LEBENSMITTELPOLIZEI"

ha i loch mi toat :-))))

onscheinend gibts jede Menge Schlappschw...... auf dor Welt,

de wos settane "Sochn" bereits als Lebensmittel konsumiern miaßn,

nana, des isch schun echt dor Hommer...... :-D
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