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Nazipropaganda an Meraner Oberschulen
Meran - Im Zuge der vergangene Woche stattgefundenen Gedenkaktionen bundesdeutscher Neonazis sind auch an mehreren Meraner Oberschulen Propagandamaterial aufgetaucht. SchülerInnen und Lehrkräfte werden zu Wachsamkeit aufgerufen. Dies betont die Antifa-Bewegung in Meran in einer Aussendung.
Alljährlich halten Neonazis in der Bundesrepublik im Februar Gedenkveranstaltungen ab, um dem "Bombenterror" sowie den Opfern alliierter Luftangriffe in Dresden 1945 zu gedenken. Höhepunkt ist der zu einem Treffpunkt der europäischen rechtsextremen Szene avancierte Trauermarsch durch Dresden, der durch engagiertes Vorgehen heuer verhindert werden konnte. Ziel dieser revanchistischen Bestrebungen ist die Verharmlosung der Verbrechen Nazideutschlands, indem die Deutschen als Opfer alliierter Kriegspolitik dargestellt werden - und dies, obwohl der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten von ebendiesem Land entfacht wurde.
Wie ein engagierter Schüler berichtete, sind zahlreiche Flugblätter an Meraner Oberschulen im Umlauf gebracht worden, die ein weinendes Mädchen abbilden und die Zerstörung der Stadt "durch die Hand amerikanischer Terrorbomber" beklagen. Entworfen wurde das Flugblatt vom "Aktionsbündnis gegen das Vergessen", welches den Gedenkmarsch in Dresden organisiert und diese Materialien über das Internet vertreibt. Betroffen waren insbesondere die Lewit Meran, aber auch andere Oberschulen in Meran.
Lobenswerterweise wurden die Flugschriften von SchülerInnen und Lehrkräften bald wieder entfernt, doch man sollte Vorsicht walten lassen: Durch selektive und verfälschte Darstellung historischer Ereignisse versuchen Rechtsextreme seit geraumer Zeit, den antifaschistischen Konsens zu untergraben. Ähnliches bezwecken Neofaschisten in Italien mit den "Foibe"-Gedenken, die ebenfalls im Februar stattfinden.
Eltern, Lehrpersonen und SchülerInnen sind gleichermaßen aufgerufen, Initiative zu ergreifen und nicht nur gegen die Verbreitung solchen Materials vorzugehen, sondern den Inhalt offen zu thematisieren und die Absicht dahinter aufzuzeigen. Nur so können Jugendliche gewappnet sein, um nicht der Propaganda von rechts auf den Leim zu gehen.
Von: mk



Die Nazis wollen natürlich alles für sich vereinnahmen und mit so einem Gesindel will ich nichts zu tun haben aber wenn man sich nur ein bisschen mit den Zahlen beschäftigt dann sind die 25000 sehr unglaubwürdig.
Das -nicht ist zu streichen Danke
Übrigens, wäre es nicht möglich, Geschichte nicht in ihrer Gesamtheit, und nicht immer nur einseitig darzustellen, d.h. die Verbrechen aller Staaten und Nationen zu nennen?
Weil wir aber grenzenlose Meinungsfreiheit besitzen, ist das immer noch nicht, straffrei, erlaubt.
Überhaupt, wir, die wir die Gnade der späten Geburt haben, von Kriegen also überhaupt keine blasse Ahnung haben, sollten nicht unseren Zeigefinger anklagend gegen die Kriegstoten erheben, sondern nur auf die Geschichtsbücher hinweisen. (P.Ploner)
Aber genau mit diesem Verbot des Gedenkens überlässt man das Feld und die Bühne den Rechtsextremen.
Zum Vergleich kann man das Gedenken der Japaner an Hiroshima und Nagasaki heranziehen. Niemand würde ihnen moralisch vorwerfen dieser Tage zu gedenken, obwohl die geschichtlichen Grundlagen in beiden Fällen ähnlich sind.
Kriminell sind die Neonazis, sie veranstalten auch Schlägereien. Die Antifa Meran hatte nie mit Gewalt zu tun. Nicht ein einziges Mal