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23.02.2012 17:16 Artikel drucken

Nazipropaganda an Meraner Oberschulen

stnews

„Inhalte sollten offen thematisiert werden“
Foto: stnews

Meran - Im Zuge der vergangene Woche stattgefundenen Gedenkaktionen bundesdeutscher Neonazis sind auch an mehreren Meraner Oberschulen Propagandamaterial aufgetaucht. SchülerInnen und Lehrkräfte werden zu Wachsamkeit aufgerufen. Dies betont die Antifa-Bewegung in Meran in einer Aussendung.

Alljährlich halten Neonazis in der Bundesrepublik im Februar Gedenkveranstaltungen ab, um dem "Bombenterror" sowie den Opfern alliierter Luftangriffe in Dresden 1945 zu gedenken. Höhepunkt ist der zu einem Treffpunkt der europäischen rechtsextremen Szene avancierte Trauermarsch durch Dresden, der durch engagiertes Vorgehen heuer verhindert werden konnte. Ziel dieser revanchistischen Bestrebungen ist die Verharmlosung der Verbrechen Nazideutschlands, indem die Deutschen als Opfer alliierter Kriegspolitik dargestellt werden - und dies, obwohl der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten von ebendiesem Land entfacht wurde.

Wie ein engagierter Schüler berichtete, sind zahlreiche Flugblätter an Meraner Oberschulen im Umlauf gebracht worden, die ein weinendes Mädchen abbilden und die Zerstörung der Stadt "durch die Hand amerikanischer Terrorbomber" beklagen. Entworfen wurde das Flugblatt vom "Aktionsbündnis gegen das Vergessen", welches den Gedenkmarsch in Dresden organisiert und diese Materialien über das Internet vertreibt. Betroffen waren insbesondere die Lewit Meran, aber auch andere Oberschulen in Meran.

Lobenswerterweise wurden die Flugschriften von SchülerInnen und Lehrkräften bald wieder entfernt, doch man sollte Vorsicht walten lassen: Durch selektive und verfälschte Darstellung historischer Ereignisse versuchen Rechtsextreme seit geraumer Zeit, den antifaschistischen Konsens zu untergraben. Ähnliches bezwecken Neofaschisten in Italien mit den "Foibe"-Gedenken, die ebenfalls im Februar stattfinden.

Eltern, Lehrpersonen und SchülerInnen sind gleichermaßen aufgerufen, Initiative zu ergreifen und nicht nur gegen die Verbreitung solchen Materials vorzugehen, sondern den Inhalt offen zu thematisieren und die Absicht dahinter aufzuzeigen. Nur so können Jugendliche gewappnet sein, um nicht der Propaganda von rechts auf den Leim zu gehen.

Von: mk

Kommentare

Ich bin froh das meine Oma nach Dänemark flüchtete!
Die Nazis wollen natürlich alles für sich vereinnahmen und mit so einem Gesindel will ich nichts zu tun haben aber wenn man sich nur ein bisschen mit den Zahlen beschäftigt dann sind die 25000 sehr unglaubwürdig.
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Meraner, wie Recht du hast, genau das ist auch meine Meinung.
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Ich selbst wurde von Antifaschisten "verprügelt" .... 10 gegen 1 ! Was soll das sein ? Ritterlich .-? Bald wird sich aber Europa erheben ....
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Übrigens, wäre es nicht möglich, Geschichte (nicht) in ihrer Gesamtheit, und nicht immer nur einseitig darzustellen, d.h. die Verbrechen aller Staaten und Nationen zu nennen?
Das -nicht ist zu streichen Danke
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Japan hat aber nicht den ganz Europa bis Stalingrad mit Krieg überzogen. Auch hat Japan nicht eine Shoa gehabt.
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Viele Jahre, haben wir gehört, daß bei der gezielten Vernichtung der Lazarettstadt Dresden, die zudem mit Kriegsflüchtlingen aus dem Osten vollgestopft war, an die 250.000 bis 300.000 Menschen umgekommen sind. Im Laufe der Jahre ist diese Zahl jedoch immer wieder "geschrumpft", und zwar auf 35,000.-, dann auf 30.000.- und schließlich auf 25.000.-. Die Berichterstattung beharrt nun schon seit geraumer Zeit, auf letztgenannter Zahl.
Übrigens, wäre es nicht möglich, Geschichte nicht in ihrer Gesamtheit, und nicht immer nur einseitig darzustellen, d.h. die Verbrechen aller Staaten und Nationen zu nennen?
Weil wir aber grenzenlose Meinungsfreiheit besitzen, ist das immer noch nicht, straffrei, erlaubt.
Überhaupt, wir, die wir die Gnade der späten Geburt haben, von Kriegen also überhaupt keine blasse Ahnung haben, sollten nicht unseren Zeigefinger anklagend gegen die Kriegstoten erheben, sondern nur auf die Geschichtsbücher hinweisen. (P.Ploner)
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Die Zerstörung Dresdens wird von Rechtsextremen missbraucht das ist klar und dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Nur verstehe ich nicht wieso man an diesen Tag nicht mahnend erinnern darf. Objektiv gesehen war der Angriff auf Dresden ein Terrorakt. Dresden war überfüllt mit Flüchtlingen aus Ostdeutschland und in Dresden gab es keine nennenswerte Rüstungsindustrie. Das wussten die Alliierten. Ob es kriegswichtig ist eine Flüchtlingsstadt mit menschenverachtenden Phosphorbomben einzuäschern und 10000e zu töten sei fragend einzuwerfen.
Aber genau mit diesem Verbot des Gedenkens überlässt man das Feld und die Bühne den Rechtsextremen.
Zum Vergleich kann man das Gedenken der Japaner an Hiroshima und Nagasaki heranziehen. Niemand würde ihnen moralisch vorwerfen dieser Tage zu gedenken, obwohl die geschichtlichen Grundlagen in beiden Fällen ähnlich sind.
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Nur Armleuchter deuten jedes Abendrot bereits als Weltuntergang.
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Ivan, die Antifa ist nicht kriminell, das ist klagbar.
Kriminell sind die Neonazis, sie veranstalten auch Schlägereien. Die Antifa Meran hatte nie mit Gewalt zu tun. Nicht ein einziges Mal
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die Meran Gegend ist voll von Nazis, das weiß man doch. Sich distanzieren fällt schwer, gell
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Meraner, wie Recht du hast, genau das ist auch meine Meinung.
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Nur eine Demokratie im Keller muß sich gegen jede auftretrnde offene Auseinandersetzug, vor jeglicher Art offener Konfrontation durch die einseitige Propagandatrommel in die andere Richtung u. Verbote "schützen"!!
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Die Geschichte sollte wahrlich als ganzes betrachtet werden. Wenn man heute einerseits von der Bombardierung von Dresden spricht um den Nationalsozialismus zu verharmlosen oder gar zu huldigen, ist das genau so bedauernswert wie andererseits den Opfern der Kriegsverbrechen dieser Stadt keine Achtung zu schenken...
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den antifanten ist aber auch zuzutrauen dass die genannten flugblätter von ihnen selbst ausgeteilt wurde. die daseinsberechtigung diser linksausen organisation schwindet nähmlich langsam aber sicher dahin! Sie ist nur ein verlängerter arm der antideutsch bewegung in südtirol und misst mit zweierlei maß! Gewalt ist auf ihrer Seite ein willkommenes Mittel ihre Meinung durchzusetzen.
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bravo Antifa!!! gut geschrieben - falls ihr zu den Faschodenkmälern in Südtirol auch so konsequent seit glaub ich euch!!!
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