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16.07.2013 10:20 Artikel drucken

Auf Rittner Horn installierte EURAC-Antenne ist umgezogen

eurac

Liefert wichtige Satellitendaten
Foto: eurac

Rittner Horn - Vor fünf Jahren wurde sie auf dem Rittner Horn installiert, jetzt ist die Satellitenempfangsstation der EURAC umgezogen. Aufgrund von Platzmangel am alten Leitungsmast hat die Provinz gleich daneben einen neuen Turm aufgestellt, den nun mehr Nutzer in Anspruch nehmen können. Der neue Mast ist 29 Meter hoch und damit rund zehn Meter höher als der bisherige Mast. Erster und wohl eindrucksvollster Akt des Umzugs war die Verlegung des „Radoms“, der kuppelförmigen Schutzhülle, welche die Parabolantenne der EURAC vor Wind und Wetter schützt. Die mehr als 13 Tonnen schwere Kuppel wurde mit Hilfe eines 200 Tonnen schweren Krans am Montag 15. Juli verlegt.

Der Platz auf dem alten Antennenturm am Rittner Horn wurde immer knapper: Neben dem Rundfunknetz der Provinz und der EURAC-Empfangsstation beherbergte der Mast noch Verstärker von Telefongesellschaften, privaten TV-Stationen sowie das Kommunikationsnetz der Ordnungskräfte. Mit dem von der Provinz neu eingerichteten höheren Mast wickelt nun jeder Gastnutzer voraussichtlich innerhalb Herbst dieses Jahres den Umzug seiner eigenen Strukturen ab.

Die Antenne der EURAC empfängt Daten von drei Nasa-Satelliten und liefert den Wissenschaftlern wertvolle Informationen zur Beobachtung der Erdoberfläche und der Umwelt im Alpenraum. Während des Umzugs der Antenne wurde der Datenempfang eingestellt. Im Laufe der kommenden Tage konfigurieren und positionieren die EURAC-Techniker die Antenne neu, da die Verschiebung um nur wenige Meter - hochgerechnet auf die großen Entfernungen zur Satellitenflugbahn - dennoch bedeutende Auswirkungen auf den Datenempfang hat.

 

Die Antenne in Zahlen

Jahr der Installation auf dem Rittner Horn: 2008

Höhe des Standorts des Masts: 2.360 Meter über dem Meeresspiegel

Durchmesser des Radoms, der „Kuppel“: 6 Meter

Durchmesser der Satellitenschüssel: 5,20 Meter

Gewicht der gesamten Struktur: 13,1 Tonnen

Höhe des Leitungsmasts: 29 Meter (vorheriger war 18 Meter hoch)

Gesamthöhe des Mastes samt installierter Antenne: 40 Meter (mit vorherigem Mast 28 Meter)

Nasa-Satelliten, denen die Antenne folgt: 3

 

Wissenschaftliche Daten

Terra, Aqua und Suomi NPP, so heißen die drei Nasa-Satelliten, die bei ihrem jeweiligen Überflug - zehn Mal am Tag - Daten an die Antenne auf dem Rittner Horn senden. Das EURAC-Institut für Angewandte Fernerkundung verarbeitet die Daten, die die Erdoberfläche mit Hilfe von Algorithmen in Echtzeit abbilden, mit denen verschiedene Phänomene Tag für Tag beobachtet werden. Dazu zählt  z.B. die Schneebedeckung und die Geschwindigkeit der Schneeschmelze im Frühjahr, die Entwicklung der Vegetation oder etwa eine Einschätzung der Luftqualität, die sich aus der Stärke der Sonneneinstrahlung in Zusammenhang mit verschmutzenden Partikeln ableiten lässt.

Die Daten dienen als Grundlage in Forschungsprojekten zur Überwachung der Umwelt im alpinen Raum und werden mit anderen Forschungseinrichtungen und Universitäten ausgetauscht. Die ausgearbeiteten Satellitenbilder werden außerdem vom Hydrografischen Amt und der Abteilung für Brand- und Zivilschutz der Provinz täglich für den Wetterdienst und auch für den Lawinenwarndienst genutzt. 

Von: lu

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