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Iran will Uran höher anreichern
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Der iranische Präsident Ahmadinedschad sagte, er habe die iranische Atombehörde beauftragt, auf 20 Prozent angereichertes Uran zu produzieren. Bundesverteidigungsminister Guttenberg kritisierte die Äußerungen Ahmadinedschads.
Die Eröffnung einer Ausstellung über Lasertechnologie stand am Sonntag auf dem Programm von Mahmud Ahmadinedschad. Eine Gelegenheit für den iranischen Präsidenten, im Atomstreit mit dem Westen nachzulegen. Erst kürzlich hatte der Iran signalisiert, auf den Kompromissvorschlag der internationalen Atomenergiebehörde einzugehen und sein Uran im Ausland weiter anreichern zu lassen, dies aber an Bedingungen geknüpft. Die USA reagierten verärgert und drohten mit verschärften Sanktionen, sollte der Iran nicht zu weiteren Zugeständnissen bereit sein. Der Iran will dennoch sein Uran höher anreichern.O-ton Ahmadinedschad ("Der Iran hat sich bereit erklärt, auf den Tauschhandel mit der internationalen Gemeinschaft einzugehen, obwohl wir das Uran selbst anreichern könnten. Wir haben ihnen ein bis zwei Monate Zeit für ein solches Geschäft gegeben. Aber der Westen hat ein neues Spiel begonnen. Ich habe den Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, daher beauftragt, auf 20 Prozent angereichertes Uran zu produzieren. Die Tür für Verhandlungen ist aber weiter offen.")Bei der Sicherheitskonferenz in München kritisierte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, die Worte AhmadinedschadsO-ton Guttenberg ("Die Äußerungen des heutigen Tages zeigen, dass ein Schauspiel wieder aufgegriffen wird, das wir die letzten Jahre schon gesehen haben, dass eine ausgestreckte Hand der internationalen Gemeinschaft nicht nur nicht ergriffen, sondern weggeschlagen wird. Und die Beteiligten sollten sich nun wirklich überlegen, insbesondere auf der iranischen Seite, ob man nicht zu Lösungen kommen will und kommen sollte, die auch entsprechende positive Wirkungen auf das Land dann haben.")Am Tag zuvor hatte der unabhängige aber einflussreiche US-Senator Joe Lieberman bei der Sicherheitskonferenz auch militärische Maßnahmen nicht ausgeschlossen.O-ton Lieberman ("Wir wissen, was sie tun, wir sehen es mit unseren eigenen Augen. Deswegen sage ich, dass wir ganz einfach eine Entscheidung treffen müssen: entweder verhängen wir scharfe Wirtschaftssanktionen, damit die Diplomatie funktioniert, oder wir müssen uns der Aussicht auf einen Militärschlag gegen den Iran stellen.")Die internationale Gemeinschaft befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernenergie heimlich an Atomwaffen arbeitet.