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Schlichterspruch im öffentlichen Dienst




25.02.2010 16:31 Wirtschaft

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen schlagen die Schlichter eine Gehaltssteigerung in drei Stufen vor.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen schlagen die Schlichter eine Gehaltssteigerung in drei Stufen vor. Demnach sollen die Löhne in diesem Jahr um 1,2 Prozent, ab Januar 2011 um weitere 0,6 Prozent und ab August 2011 nochmal um 0,5 Prozent steigen.Diesen Kompromiss präsentierten der ehemalige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt und der frühere hannoversche Bürgermeister Herbert Schmalstieg am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Velen.Schmalstieg, der Vertreter der Gewerkschaften, zeigte sich zufrieden mit der erzielten Einigung:O-ton Schmalstieg:Was uns sehr freut, worüber wir auch zufrieden sind, ist, dass wir eben nach dieser 81-stündigen Beratung ein einstimmiges Ergebnis erzielt haben. Eine einstimmige Schlichtungsvereinbarung, das gibt es nicht sehr oft in solchen Schlichtungsverfahren.Milbradt, der Vertreter der Arbeitgeber, spricht von einem knappen Ergebnis.O-ton Milbradt:Es ist das Machbare mehr nicht, es ist ein auf der einen Seite aus Sicht der Arbeitnehmer natürlich ein knappes Ergebnis, da geht kein Weg dran vorbei, das war auch nicht anders zu erwarten, aber es war auch eine Möglichkeit, die Tarifentwicklung nicht nur in Mark und Pfennig oder jetzt Euro und Cent weiter zu entwickeln, sondern Akzente zu setzen, um insoweit einen Beitrag auch zu modernisieren und des öffentlichen Dienstes zu geben.Die Gewerkschaften begrüßten den Schlichterspruch als ein "starkes Signal". Die kommunalen Arbeitgeberverbände erklärten, er sei "ein Indiz dafür, dass die Tarifverhandlungen am Wochenende erfolgreich zum Abschluss gebracht werden könnten".Die Tarifparteien wollen am Samstag in Potsdam weiter verhandeln.




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