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Außergerichtliche Einigung zwischen DFB und Amerell
Der Deutsche Fußball Bund und der des sexuellen Übergriffs beschuldigte ehemalige DFB-Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell haben sich am Donnerstag in München außergerichtlich geeinigt.Der junge Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter hatte Amerell der sexuellen Belästigung beschuldigt. Auch andere junge Schiedsrichter hatten Übergriffe seitens Amerells zu Protokoll gegeben. Amarell hatte allen Vorwürfen widersprochen und nun in München versucht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, so dass er nicht mehr mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung in Verbindung gebracht werden kann.DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte seinen Rücktritt angekündigt, falls das Gericht der Klage Amerells stattgeben sollte.Die außergerichtliche Einigung besagt nun, dass der DFB Amerell weiterhin der sexuellen Belästigung bezichtigen darf, Amerell im Gegenzug dafür Akteneinsicht erhält, beispielsweise in Zeugenaussagen.DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Das Ergebnis ist für uns so gut wie ein Urteil. Denn Herr Amerell hat seinen Antrag zurückgenommen. Damit können wir alles das, was wir in unserer Pressekonferenz gesagt haben, weiter behaupten. Das es bei seiner Amtsausübung zu zu großer sexueller Nähe zu Schiedsrichtern und damit zu von ihm abhängigen Personen gekommen ist, und das Ganze ist in einer Vergleichsform gekleidet worden."Amerell hatte im Februar den DFB informiert, dass er aus gesundheitlichen Gründen von allen Ämtern im DFB und im Süddeutschen Fußball-Verband zurücktritt. Der DFB hatte indessen widerholt Kempter den Rücken gestärkt:O-Ton Zwanziger: "Ob das, was Herr Kempter gesagt hat, in jeder Einzelheit richtig ist, obliegt nicht unserer Prüfung. Auch wenn das Verhältnis zwischen ihm und Herrn Amerell völlig einvernehmlich gewesen wäre, wäre die Pflichtverletzung bei Herrn Amerell eindeutig. Bei Herrn Kempter nicht. Das ist der Unterschied."Der DFB kündigte eine Neuordnung der bisherigen Strukturen im Schiedsrichterwesen an, so soll ein Vertrauensmann eingesetzt werden, der als unabhängiger Ansprechpartner für die Schiedsrichter zur Verfügung stehen soll.





